Wolfpack Tires   Road Race im Test tests technik rund ums rad Transalp Test Teile Rennradteile Reifen Drahtreifen
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In Gesprächen mit Mathias, unter anderem auf unserer Reise im Zillertal, schwärmte er immer wieder über seine neuen Reifen. Und es war ihm deutlich anzumerken, dass Begeisterung nur eine Umschreibung für seine Freude mit diesem Material war. Doch welche Reifen? Wolfpack Tires. Ich hatte bisher noch nie davon gehört.

Wer steckt hinter Wolfpack Tires?

Der Chef von Wolfpack Tires ist in der Rennradreifen-Herstellung ein bekannter Name: Wolfgang Arenz. Nach Stationen bei Continental, Vittoria und Specialized, wo er hauptverantwortlich für die bekannten Zusammensetzungen war, gründete er sein eigenes Unternehmen zur Produktion von Rennradreifen. Mathias regte an, dass ich doch mal mit ihm Kontakt aufnehmen sollte, und in einem kurzen Telefonat, knapp vor unserer Transalp, meinte Wolfgang nur: “Schick mir doch rasch eine Bestellung, dann klappt es vielleicht noch, dass du den Reifen gleich fahren kannst.” Wenig später war also die Bestellung aufgegeben und dank Wolfgangs direktem Weg zur Post der Reifen noch pünktlich zum Start unserer Transalp in Salzburg, wo ich ihn natürlich gleich montiert habe.

Wolfpack Tires Road Race

Ich habe mir den Wolfpack Tires Road Race in 24 mm Breite bestellt, ein klassischer Drahtreifen (Clincher) also. Bisher habe ich auf den Continental 4000 S II vertraut, ist der Road Race also ein ebenbürtiger Gegner? Die Montage auf meine Campagnolo Shamal Ultra geht schnell und mühelos. Bereits auf unserem Prolog zum Gaisberg merke ich ein angenehmes Abrollverhalten, gefühlt weicher als der Continental. Die ersten Gedanken: Vielleicht liegt es nur an den hohen Temperaturen? In der Abfahrt klebt der Reifen förmlich auf der Straße.

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Erfahrungen im weiteren Verlauf der Transalp

Am nächsten Tag folgte ein weiterer Test für den Wolfpack Tires Road Race: über 100 km mit viel Regen, kühlen Temperaturen, Anstiegen und Abfahrten. Der Eindruck vom Vortag wurde bestätigt und sogar verstärkt. Selbst in nassen Kurven hatte ich ein sehr sicheres Gefühl. An den weiteren Tagen folgten schnelle Abfahrten, Kopfsteinpflaster, Baustellen sowie einige schnellere Intervalle am Berg.

Mein Eindruck blieb der gleiche: Der Wolfpack Tires Road Race ist dem Continental 4000 S II mindestens ebenbürtig, gefühlt sogar überlegen. Unebenheiten scheint der Wolfpack besser zu schlucken – vielleicht einfach nur subjektiv. Nach gut 750 km über die Berge zeigt der Reifen erstmal keine Abnützungserscheinungen und auch keine Schnitte, trotz teils schmutziger und löchriger Straßen und mehreren Kilometern am geschotterten Ersatzradweg im Osttiroler Pustertal.

Der Preis mit 39,99 EUR pro Reifen macht den Road Race zu einem wirklichen Gegner für die bisherigen Platzhirschen. Insgesamt also ein gelungenes Produkt, das vielleicht bald auf unseren Reisen zum Ersatzmaterial gehört. Ich habe mir nun einen Tubular (Schlauchreifen) für meine Carbonlaufräder bestellt und werde weitertesten. Und zwischenzeitlich nochmal den Wolfpack Tires Road Race auf einigen schlechten Straßen in Kärnten ausgeführt, wo er gefühlt angenehmer gerollt ist als mein Continental Competition Tubular auf besseren Straßen. Aber natürlich hinkt der Vergleich etwas, da ich mit unterschiedlichen Laufrädern unterwegs war.

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