Wolfpack Race Tubular Erste Erfahrungen tests technik rund ums rad
Wolfpack Race Tubular Erste Erfahrungen tests technik rund ums rad

Wie kam ich dazu den Wolfpack Race Tubular auszuprobieren? Einen Reifen, den wohl kaum jemand kennt und den ich bisher in Tests noch nicht finden konnte.

Nach gut zwei Jahren ohne Panne auf Continental Competition Tubular Reifen hatte es mich auf unserer Transalp 2019, in dem Jahr von Salzburg nach Venedig, direkt zwei mal erwischt. Am ersten Tag vorne, am zweiten Tag hinten. Jedes Mal half zum Glück problemlos ein Pannenspray. Auffallend war bei beiden Platten, dass sie im Nassen erfolgten. Spitzer Split hatte sich jeweils durch den Reifen gearbeitet. Auffallend war auch, dass der nasse Reifen generell sehr viel Split aufgenommen hatte.

Ob dies an der rauen Oberfläche oder am Gummi liegt kann ich nicht genau sagen. Glattere Reifen von Mitfahrer hatten weniger Anhaftungen.

So entschied ich beim nächsten Reifenwechsel mal andere Tubular Reifen auszuprobieren. Ich entschied mich direkt für einen recht neuen Anbieter auf dem Markt. Für Wolfpack Tires.

Mit Wolfgang Arenz ist einer der bekanntesten Reifen Entwickler für Rennradreifen, der sich auch in der Pro Tour einen Namen gemacht hat, Geschäftsführer der Firma.

Er hat sein Know-How in eine eigene Entwicklung gesteckt und bietet Stand heute drei Reifenmodelle, davon zwei Clincher (Cotton und Road Race) und ein Tubular Modell (Race Tubular), an.

Auch Mathias Nothegger, Gewinner des Ötztaler Radmarathons und Organisator unserer Bergtraining-Reisen ins Zillertal, setzt seit einiger Zeit auf Wolfpack Reifen.

Ich habe im online Shop einen Satz Wolfpack Race Tubular bestellt, welche auch bald eintrafen.

Der aktuelle Preis (März 2020) ist dort € 67,22. Der “Strassenpreis” des Continental Competition liegt ähnlich bei € 65.-

Den Wolfpack Race Tubular gibt es in den Breiten 24 und 26 mm. Die 26 mm finde ich einen für mich passenden Kompromiss zum 28er Reifen, der mir schon zu breit ist. Dennoch 1 mm mehr Komfort.

Das Gewicht ist mit 295g beim 26er angegeben, was die Küchenwaage tatsächlich grammgenau bestätigt (Ohne Ventilkappe 😉 )

Die Montage, bei mir stets mit Klebeband, zeigte sich analog zu anderen Tubular Reifen. Unproblematisch, mit etwas Krafteinsatz beim Aufziehen (Da ich auf das Vordehnen verzichte.).

Der Wolfpack Race Tubular hat eine Natur-Baumwollkarkasse und einen eingenähten Latex Schlauch. Dies hat natürlich, wie auch von früheren Vittoria G+ Reifen mit Latex Schlauch gewohnt, einen höheren Luftverlust zur Folge. Da ich jedoch eh meist vor jeder Fahrt den Luftdruck prüfe macht mir dies wenig aus. Kurz pumpen und fertig.

Wolfpack Race Tubular auf der Strasse

Bis hierher also alles normal.

Ich war gespannt auf das Fahrgefühl des Wolfpack Race Tubular auf den ersten Kilometern, da ich nun doch die letzten etwa 15’000 Kilometer mit den gleichen Reifen gefahren war und ich mich dran gewöhnt hatte.

Das Fahrverhalten wirkt erstaunlicherweise wirklich anders. Das hatte ich weniger erwartet. Sie fühlen sich vom Grip her mindestens so sicher an wie die Contis.

Das Rollverhalten wirkt bei den Wolfpack Race Tubular leichter und sie dämpfen gefühlt besser als die Contis. Letzteres kann an dem Millimeter mehr Breite liegen oder an der Baumwollkarkasse.

Wolfpack Race Tubular Erste Erfahrungen tests technik rund ums rad
Reifen mit Baumwollkarkasse

Das ist eher Überraschend, da der Continental Competition Tubular für mich bisher einer meiner Lieblingsreifen war und sicher auch bleiben wird. Sicheres Fahrverhalten und gutes Fahrgefühl im Trockenen und Nassen. Letzteres musste der Wolfpack Race Tubular erst noch zeigen.

Dennoch hat mich der Wolfpack Race Tubular hier sehr positiv überrascht. Ein Sicherheitsgefühl mindestens so gut wie der Continental Competition und ein Fahrgefühl wie ich es bisher nur vom Vittoria G+ kannte.

Der Wolfpack Race Tubular bei Nässe

Ich nutzte daher gegen mein Naturell ein nasses Wochenende für eine Ausfahrt um das Fahrverhalten bei Nässe zu testen. Ich suchte mir auch Strassen mit Split und Dreck um zu sehen, wie dieser am Reifen klebt oder besser wie wenig er klebt.

Auf nassen Strassen konnte ich keinen Unterschied zum Conti ausmachen. Der Wolfpack Race Tubular zeigt auch bei Nässe einen guten Grip und gibt Vertrauen, hier hebt er sich für mich jedoch nicht vom Continental Competition ab, der für mich bisher der angenehmste Reifen bei Nässe war.

Auf schlechteren Strassen konnte ich dann feststellen, dass der Gummi tatsächlich weniger Split und sonstiges von der Strasse mitnimmt. Die Chance, dass sich etwas einarbeitet scheint mir dadurch tatsächlich geringer. Die Oberfläche sieht auch nach vielen Kilometern noch sehr unbeschadet aus.

Fazit

Bisher bin ich Pannenfrei etwa 1500 Kilometer mit dem Reifen auf guten und schlechten Strassen (Auch immer mal kurz unbefestigte Wege) gefahren. Dass ist jedoch zu wenig um etwas zur Haltbarkeit und zur Pannenhäufigkeit sagen zu können. Das werde ich bei Gelegenheit und genug Kilometern ergänzen.

Wie oben beschrieben fährt sich der Wolfpack Race Tubular sehr angenehm, gute Dämpfung, sicherer Grip.

Er ist auch nicht teurer als die hochwertige Konkurrenz.

Nach jetzigem Stand werde ich den Reifen sicher als neuen Standardreifen drauf haben. Vorausgesetzt die Haltbarkeit und die Pannenanfälligkeit entspricht dem, was ich vom Continental Cometition im Positiven kenne. Das werden die nächsten 3000 Kilometer zeigen… ich werde berichten.

Fährt von Euch schon jemand Wolfpack Reifen? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.