Time Xpresso 12 Pedale   Test tests technik Rennradteile Komponenten
Time Xpresso 12 Pedale   Test tests technik Rennradteile Komponenten
Rennradpedale gibt es einige auf dem Markt. Begonnen hatte ich mit dem Look Keo System, hatte aber stets Probleme unproblematisch einzuklicken. Das liegt voraussichtlich eher an mir als am Pedalsystem, da ich auch genug Leute kenne, die zufrieden damit fahren.

Recht bald war ich dann auf MTB-SPD Pedale umgestiegen. Weniger wegen des Einklickens, was damit natürlich völlig easy ist, mehr deshalb, da ich beim Guiden auf unseren Reisen immer wieder einmal Laufarbeit verrichte. Der Watschelgang mit den Rennradschuhen störte mich da stets. Mit steigender Form und mehr Spass an auch mal sportlicher Fahrweise, kam dann aber wieder der Wunsch nach Rennradpedalen auf. So sah ich mich im Internet um, konnte aber bei google unter “kann nicht einklicken welche Rennradpedale?” wenig Entsprechendes finden. Trotzdem stiess ich beim Thema einfaches Einklicken mehrfach auf Time Pedale und bestellte mir daher mal einen Satz der zu dem Zeitpunkt aktuellsten Time Xpresso Reihe.

Time Xpresso 12 Pedale

Farblich passten zum Rad am Besten die Time Xpresso 12, leicht sind sie ja auch noch und so wurdene es diese. Sie sind nicht die Preiswertesten der Serie. Inzwischen habe ich für mein anderes Rennrad noch ein Paar Time Xpresso 10. 40g schwerer aber einiges günstiger. Die reichen völlig aus und funktionieren genauso gut.

Time Xpresso 12 Pedale   Test tests technik Rennradteile Komponenten

Geliefert werden die Pedale in einer edlen Metallschachtel, die man auch für die Aufbewahrung von Kleinteilen oder Keksen gut weiter verwenden kann. Eigentlich sinnvoll.

Time Xpresso 12 Pedale   Test tests technik Rennradteile Komponenten

Öffnet man die Packung geht die ansprechende Aufmachung weiter. Aber ich hatte sie ja nicht gekauft um sie mir in der Packung anzuschauen sondern um Rad zu fahren.

Die Time Xpresso Rennradpedale haben eine recht grosse Pedalplatte, die mit 700 qmm angegeben werden, was mir jedoch recht wenig sagt. Tatsache ist aber, dass man recht satt drauf steht, was für mich zusammen mit mehr Halt und einem sichereren Gefühl, dass ich bei Sprints nicht versehentlich ausklicke, der Hauptvorteil gegenüber MTB Pedalen ist. Sie wiegen offiziell 77g pro Pedale, was sie wohl gegenüber den preiswerteren, schwereren Modellen primär mit der Titan-Hohlachse herausholen (Xpresso 10 wiegen wohl 95g). Der Abstand Achse zu Sohle ist mit 13.5mm relativ gering.

Time Xpresso 12 Pedale   Test tests technik Rennradteile KomponentenDer Ausstiegswinkel liegt bei 15 Grad. Genauso wie der Pedalkörper ist die Feder, welche den Schuh in der Pedale hält aus Carbon.

Der seitliche Bewegungsspielraum liegt bei 5 Grad bzw. 2,5 mm. Dieser lässt sich direkt über die Achse, welche in drei Positionen verdreht werden kann per Schraubendreher noch verkleinern wenn man weniger Bewegungsspielraum möchte. Hier sollte man schauen, dass der Schraubendreher gut passt, da man direkt im Kunststoff der Achse dreht.

Der Q-Faktor, also der Abstand Rennradpedal zum Kurbelarm, lässt sich ebenfalls noch um +/- 2,6 mm verändern. Hierzu sind die Schuhplatten unterschiedlich gearbeitet. Tauscht man die linke und rechte Schuhplatte, so ändert sich der Q-Faktor.

Die Sohlennorm ist passend zu Look/SPD, also drei Schrauben. Die Schuhplatten sind etwas vorgewölbt, was zu den meisten Schuhen passen sollte. Wo es nicht passt, da die Sohle sehr gerade ist, liegen dafür noch Adapter bei.

Time Xpresso 12 Pedale   Test tests technik Rennradteile KomponentenGenerell funktioniert die Montage der Schuhplatten wie bei anderen Systemen auch. Ausrichten und mit den beiliegenden Schrauben befestigen. Hier aber unbedingt mit einem Drehmomentschlüssel oder zumindest mit Vorsicht die Schrauben anziehen. Das in der ausführlichen Bedienungsanleitung angegebe Drehmoment sollte eingehalten werden.

Gelesen und gehört habe ich schon von abgebrochenen “Schuhplatten-Nasen”, selber mitbekommen habe ich es noch nicht. Mein erstes Paar habe ich recht verhunzt noch gefahren und hatte keine Probleme. Inzwischen sind neue drauf. Der Verschleiss der Time Xpresso ist ähnlich wie bei Look. Wer viel drauf läuft macht mit der Zeit halt viel dran kaputt. Mit EUR 17.- ist der Preis für die Schuhplatten überschaubar. Ein paar 1000 km halten sie bei mir problemlos.

Die Time Xpresso 12 im Praxis Test

Time Xpresso 12 Pedale   Test tests technik Rennradteile KomponentenFür mich war nach der Montage natürlich die grösste Frage ob ich damit tatsächlich besser zurecht kommen würde als mit den Look Pedalen. Die Antwort war schnell: “Ja”. Und ist es auch heute noch. Ich bin vor kurzem noch einmal Look Keo gefahren und auch diesmal war es für mich ein Kampf und Krampf da rein zu kommen. Irgendwie treffe ich nicht, verhake mich mit der Schuhsole oder einem Teil der Schuhplatte. Ich bin zu blöd für die Look.

Die Time Xpresso wiederum rutschen sehr intiutiv rein und klicken leicht und schnell hinten zu. Dies geht wohl auch deshalb ohne grössere Kraft, da das so genannte iClick von Time die Feder beim Ausklicken schon vorspannt, so dass beim Einklicken keine grössere Kraft mehr überwunden werden muss. Habe ich so gelesen und glaube ich mal. Jedenfalls geht es leicht.

Selbst wenn man vorne, warum auch immer, mal nicht richtig drin ist, hat man schon vollen Halt und mit zwei rechts links Bewegungen rutscht man vorne vollends hinein. Das Ausklicken funktioniert ebenso gut.

Der Halt beim Fahren ist prima und die Kraftübertragung fühlt sich gut an. Mehr muss ein Rennradpeadal ja eigentlich nicht können.

Fazit

Für mich sind die Time Xpresso die idealen Rennradpedale. Egal ob die 10er oder die 12er. Leicht, funktionieren und gefallen mir auch optisch. Neben Look bin ich aber ausser MTB-SPD noch nichts anderes gefahren, so dass ich nicht sagen kann ob es für mich “das Beste” ist. Warum auch. Ich bin zufrieden und genau das soll doch eine Rennrad Komponente, egal welche, schaffen.

8 Kommentare

  1. Julia

    Hoi Lutz, vielen Dank für deinen guten Bericht!
    Ich teste gerade das Time Xpresso Pedal (da ich Look fahre und beim Einklicken am Berg recht ungeschickt bin – rutsche häufig ab). Weisst du allenfalls auch wie das Time RXS Pedal im Vergleich dazu ist? Fährt nicht Lukas dieses?
    Bin euch dankbar um einen Tipp 🙂

    Antworten
    1. Hallo Julia,

      ja, ich habe die RXS Pedale an mehreren Rädern und auch Barbara an einem Rad mittlerweile dazu genötigt.
      Das RXS ist ein recht robustes und auch recht rustikales Pedal. Mir gefällt es. Optisch wie auch das Fahrgefühl.
      Leider bin ich vorher Shimano SPD Pedale gefahren und habe daher keinen Vergleich zum Look System. Der Einklick Mechanismus ist eigentlich recht gut. Natürlich rutscht man mal ab, aber das ist eigentlich weniger das Problem. Was schwerer wiegt ist, dass man richtig viel Kraft aufwenden muss, damit sie einklicken. Da braucht es manchmal schon ein paar Umdrehungen, wo man ordentlich reindrückt bis die Dingers einrasten.
      In meinen Augen daher nicht ein Pedal, das ich jemandem empfehle, der Probleme beim Einklicken hat.
      Ansonsten aber ein faires Preis-Leistungs Verhältnis, ein bewährtes System, gute Optik und gutes Fahrgefühl. Mit Ausklicken hatte ich nie gross Probleme.
      Du kannst aber gerne mal – wenn wir uns treffen – einen Versuch machen. Falls dir meine Schuhe passen (Grösse 40) und ansonsten habe ich immer ein paar Reserve Schuhplatten.
      A propos Schuhplatten: Ich finde, mit dem Time System kann man ganz ordentlich zu Fuss gehen und es nutzt sich im Gegensatz zum Look System eigentlich nicht ab.

      Lieber Gruss, Lukas

      Antworten
      1. Julia

        Hoi Lukas

        Danke auch für deine ausführliche Auskunft und dein Testangebot. Evtl. kann ich das RXS auch hier noch testen, mal sehen. (A propos, wann kommt ihr mal unsere ‘ Flatscreen luaga’?)

        Lieber Gruss, Julia

        Antworten
        1. Hallo Julia

          ja klar, sonst gib einfach Bescheid oder spätestens Mitte März an der Côte d’Azur auf unserer ersten Cycling Adventures Reise!
          Besuch in Luzern habe ich nicht vergessen. War aber alles sehr am Anschlag die letzte Zeit und Weihnachten steht Barbara immer das Wasser zum Hals. Wird also def. 2017 werden.

          Lieber Gruss, Lukas

          Antworten
  2. Lutz Autor

    Hallo Julia

    Lukas fährt Time, ob es die RXS sind weiss ich nicht.
    Für mich ist der Unterschied beim Einklicken mit den Xpresso zu den Look sehr deutlich. Mit denen habe ich echt keine Probleme. Für Look bin ich zu ungeschickt. Da gab es ab und zu sogar blaue Schienenbeine, wenn ich abgerutscht bin.
    Die RXS sehen ja auch etwas danach aus, dass man intiutiver hinein rutscht. Praxiserfahrung fehlt mir aber.
    Ich denke, Lukas wird sich dazu melden…
    Gruss, Lutz

    Antworten
  3. w

    Servus,  meine Xpresso 12 Pedale sind 12/2016 schon wieder DEFEKT,
    diesmal nicht das Lager wie 05/2016 , sondern beim rechten pedal ist unten die Federspange weg-gebrochen
    – ich fahre natürlich auch im winter – kann es sein, dass die Pedale die Minusgrade nicht vertragen ??
    Obwohl ich 85kg wiege, kann ich also Hobby sportler sicher nicht so viel Kraft entwickeln wie ein RENN Profi, die fahren ja auch TIME, aber offenbar keine MONTAGS.produkte

    Die Garantieabwicklung des letzten defektes dauerte vom Händler (bike-components) / Hersteller time aus viele Wochen – das akzeptiere ich nicht nochmal .

    Ersatz TIME Xpresso 2 Pedale musste ich kaufen, mit denen kann ich zumindest fahren.

    Mit meinen LOOK keo Pedalen fuhr ich jahrelang problemlos, am Schluss war halt das lager ausgeleiert.
    (beim LOOK ist das cleat leichter als beim time, aber dafür ist das time pedal leichter, also in Summe nur ein geringer Gewichtsvorteil für TIMe)

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    1. Lutz Autor

      Hallo

      Die Achse der Xpresso 12 scheinen anfälliger zu sein als von den 10er Modellen.
      Ich habe die 12er auch schon einmal umgetauscht, da sie knackten und sich sogar leicht bewegen liessen. Umtausch ging 2 Wochen. Seit dem halten sie nun schon ca. 5000 km problemlos.
      Die 10er haben deutlich mehr drauf und laufen noch prima.

      Gruss, Lutz

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