SRAM Red eTap Erfahrungen tests technik Test Schaltung Review Rennradteile Komponenten eTap Erfahrungen
SRAM Red eTap Erfahrungen tests technik Test Schaltung Review Rennradteile Komponenten eTap Erfahrungen

Eine neue Schaltung musste her und der erste Impuls war wieder zu Bewährtem zu greifen. Zur DI2 und dort aus Vernunftgründen wieder zur Ultegra. Solide, funktioniert und ist deutlich günstiger als die zugegeben hübschere Dura Ace.

Irgendwo beim Stöbern im Internet sah ich dann aber die SRAM eTap und bemerkte, dass ich zwar mitbekommen hatte, dass es sie ja inzwischen gibt. Richtig auf dem inneren Radar hatte ich sie bisher aber nicht.

Also versuchte ich mich im Internet schlau zu machen. Wie schlägt sie sich bisher? Welche Erfahrungen gibt es und was sagen die Tests. Richtig viel findet man noch nicht, einige Reviews in Englisch, die üblichen, gesponsorten Werbeartikel welche als Test verpackt sind und ein paar Blog Artikel mal mehr, mal weniger aussagekräftig.

Der Tenor hörte sich insgesamt jedoch gut an und da ich mit der mechanischen SRAM Red in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungen gesammelt hatte entschied ich mich der DI2 eine Konkurrenz ans Rad zu holen. Bremsen und Kurbel benötigte ich nicht und so bestellte ich das Upgrade Set mit den Schalt – Bremshebeln, Umwerfer, Schaltwerk und Bremszügen.

Update 23.9.2017: Zu Beginn wurde die SRAM Red eTap nur mit kurzem Käfig, ausgelegt bis maximal 28 Zähnen am Ritzel, verkauft. Es gibt wohl einige, die problemlos damit auch ein 30er Ritzel fahren. Seit einiger Zeit ist nun auch ein mittellanges Schaltwerk (WiFly) erhältlich. Dieses schaltet offiziell bis 32 Zähne.

Der Gedanke, keine Kabel im Rahmen verlegen zu müssen gefiel mir auch zunehmend.

Den Artikel nutze ich um die SRAM Red eTap vorzustellen. Für mich stellte sich beim Kauf auch die Frage, welche Vor- oder Nachteile sich für mich im Vergleich zur DI2 zeigen würden. Diesen Vergleich mache ich hier nicht. Dazu werde ich in Kürze einen eigenen Artikel schreiben. Wer Interesse an den Unterschieden zwischen DI2 und eTap im Allgemeinen hat findet dazu hier einen entsprechenden Artikel .

Montage der SRAM Red eTap

Da die anfänglichen Lieferengpässe für die SRAM Red eTap scheinbar vorbei waren, kam die Lieferung schon nach kurzer Zeit an. Ein grösserer Karton mit 8 kleinen Kartons darin.

SRAM Red eTap Erfahrungen tests technik Test Schaltung Review Rennradteile Komponenten eTap ErfahrungenBereits im Vorfeld hatte ich bei einigen Bloggern gelesen, wie toll und hochwertig die eTap verpackt ist. Nun ja. Sieht zwar wirklich gut aus. Aber mal ehrlich. Muss wirklich JEDES Teil, sogar der mickrige USB Dongle und das Ladegerät eine eigene Verpackung mit viel Plastik darin haben? Müll ohne Ende. Aus meiner Sicht einfach nicht mehr zeitgemäss.

Nachdem ich alles ausgepackt hatte und ein kleiner Haufen SRAM Red und ein grosser Haufen Müll herumlag machte ich mich an die Montage.

Den Teil kann ich kurz machen und es lohnt sich kaum eine Montageanleitung für die eTap zu schreiben. Lediglich zwei Besonderheiten machen Sinn zu wissen.

Zum einen muss die SRAM Red eTap “gepaart” werden. Den Komponenten muss gesagt werden, wer alles zusammengehört, damit die richtigen Bauteile miteinander funken. Die Steuereinheit sitzt im Schaltwerk. Jedes Teil hat einen kleinen Knopf, den man leicht findet. Bei den Bremshebeln sitzt er auf der Rückseite der Schalter.

Man drückt einmal den Knopf am Schaltwerk bis die LED grün blinkt. Danach drückt man an den anderen drei Teilen (beide Bremshebel und der Umwerfer) jeweils den Knopf so lange, bis die LED am Schaltwerk schneller grün blinkt. Hat man alle drei durch ist das bereits erledigt.

SRAM Red eTap Erfahrungen tests technik Test Schaltung Review Rennradteile Komponenten eTap ErfahrungenDie zweite Besonderheit ist das Feinjustieren des Schaltwerks. Sobald man die Endanschläge eingestellt hat, was wie an anderen Schaltungen funktioniert, stellt man das Schaltröllchen exakt unter eins der Ritzel. Zur Feinjustierung drückt man den Knopf an der Rückseite des benötigten Schalthebels, hält ihn und Schaltet. Hierdurch verstellt sich das Schaltwerk. Der rechte Hebel bewegt es in Richtung der kleineren Ritzel, der linke Schalthebel zum grösseren Ritzel. Das lässt sich auch während der Fahrt machen, sollte irgendwann mal etwas verstellt sein.

Die Montage des Umwerfers ist ähnlich einfach. Etwas Sorgfalt braucht die Ausrichtung des Schaltkäfigs. Er hat zwei deutliche Markierungen, welche exakt zum Kettenblatt ausgerichtet werden müssen. Das geht ohne montierte Kette recht gut und einfach. Damit der Umwerfer am Rahmen gut abgestützt ist, liegen 3 verschiedene Plastikkeile in der Packung. Hier muss man etwas ausprobieren, welcher die richtige Grösse hat. Er wird mit einer kleinen Schraube hinten am Umwerfer befestigt. Beim Umwerfer müssen danach lediglich noch die Endanschläge eingestellt werden.

Wer schon öfters Schaltgruppen verbaut hat wird hier insgesamt auf keine Probleme stossen und bei sorgfältiger Arbeit in nicht mehr als 45 Minuten alles inklusive Bremszüge und Lenkerband verbaut haben.

SRAM Red eTap Erfahrungen tests technik Test Schaltung Review Rennradteile Komponenten eTap ErfahrungenSchön ist tatsächlich, dass keine Kabel verlegt werden müssen. Kein Bauteil sitzt unter dem Vorbau und an Kabeln findet man nur noch die Bremsleitungen. Es sieht alles sehr schlicht und aufgeräumt aus. Sogar schlichter als bei einer mechanischen Schaltung, wo zumindest bei älteren Rahmen zusätzlich noch die Schaltzüge sichtbar sind.

Ein kleiner Nebeneffekt ist, dass durch den Wechsel von der Ultegra 6870 DI2 zur SRAM Red eTap mein Rad einige Gramm leichter geworden ist.

Test und Fahreindrücke SRAM Red eTap

Nachdem alles eingestellt war freute ich mich auf die erste Test Tour. Ich war gespannt, wie sie sich schaltet, ob es eine spezielle Geräuschentwicklung gibt und wie das Zusammenspiel mit dem Garmin aussieht.

Starten wir mit dem Schalten. Was hatte ich da nicht alles gelesen. Unbändige Begeisterung bei einigen Bloggern, welche das neu eingeführte Schaltmuster als das neue Non-plus-Ultra bezeichneten. Man brauche lediglich einen Kilometer um sich umzugewöhnen. Ich hatte wenig Kritisches dazu gelesen.

Neu ist ja, dass jeder Schalt-Bremshebel nur noch einen Schaltknopf hat. Rechts schaltet man hinten in einen leichteren Gang, Links schaltet man hinten in einen schwereren Gang. Drückt man beide Schalter gleichzeitig schaltet man den Umwerfer. Ist er auf dem grossen Kettenblatt, geht er nach unten. Ist er gerade Unten, wird die Kette nach Oben befördert. So einfach.

ICH brauchte zumindest deutlich mehr als einen Kilometer und ein paar Touren um mich wirklich daran zu gewöhnen. Nicht, dass es kein sinnvolles Schaltmuster ist. Ich bin jedoch jahrelang DI2 gefahren und ertappte mich anfangs sehr oft dabei am rechten Hebel in einen kleineren Gang schalten zu wollen. Aber auch ich gewöhnte mich dran, fahre inzwischen mal SRAM Red eTap, mal DI2 und der Wechsel stellt kein Problem mehr dar. Beides klappt jetzt intuitiv. Vielleicht brauchen jüngere Rennradfahrer als ich ja tatsächlich nur den einen Kilometer für die Umstellung.

Alles in allem kann ich sagen, dass das Schaltmuster für mich ebenso funktioniert wie jenes von anderen Schaltungen. Auch das Gegenschalten  am Schaltwerk nach einem Kettenblattwechsel stellt aus meiner Sicht kein Problem dar. Hier gab es einige Kommentare zu. Einige meinten sogar es sei ein Killer-Kriterium, wegen dem die SRAM Red eTap für sie niemals in Frage käme. Für mich ist jedenfalls Fakt, dass es zwar etwas anders funktioniert aber nicht schlechter. Die Schalter und das Schaltwerk reagieren so schnell, dass die Kombination “beide Schalter drücken” (Kettenbalattwechsel) und dann sofort ein oder mehrere schnelle Klicks rechts oder links, wunderbar funktioniert.

Der Tipp, nach dem Schalten auf beiden Seiten den rechten oder linken Finger auf dem Schaltknopf zu belassen, so dass nach dem Lösen des anderen Fingers sofort hinten weitergeschaltet wird, funktioniert für mich nicht gut. Es schaltet zwar. Ich habe aber weniger im Griff ob ich hinten einen, zwei oder gar drei Gänge zum Kettenblattwechsel Gegenschalten will. Mit einzelnen, schnellen Klicks komme ich da genauer und letztlich prima klar.

Die Geräuschentwicklung beim Schalten ist sehr gering. Das Motorengeräusch von Schaltwerk und Umwerfer kann als sehr leise bezeichnet werden.

SRAM Red eTap Erfahrungen tests technik Test Schaltung Review Rennradteile Komponenten eTap ErfahrungenDer Bremsgriff greift sich gewohnt gut und kann je nach Bedarf näher an den Lenker geholt oder weiter weg gestellt werden. Dazu muss nur eine Inbusschraube unter dem Griffgummi verstellt werden. Da ich das Upgrade Kit genommen habe kann ich nicht sagen, wie gut oder schlecht die SRAM Red Bremsen funktionieren. Ich nutze meine Dura Ace Bremsen weiterhin. Mit diesen funktionieren die Bremshebel tadellos. Sie sind angenehm schmal und liegen gut in der Hand. Der Griffhöcker ist optisch angenehm klein gehalten. Ich umgreife diesen gerne bei längeren Strecken in der Ebene als zusätzliche Griffposition. Das geht auch mit dieser Grösse noch gut.

Im Vorfeld sah ich beim Lesen verschiedenster Artikel immer wieder die Frage, ob denn die SRAM Red eTap auch mit anderen Kettenblättern als den original SRAM funktioniert. Einige schwören drauf, dass die Originale einfach besser schalten, andere beteuerten, dass es völlig egal ist welche Kettenblätter man fährt.

SRAM Red eTap Erfahrungen tests technik Test Schaltung Review Rennradteile Komponenten eTap ErfahrungenWas davon die “Wahrheit” ist kann ich mangels SRAM Kettenblättern und entsprechenden Vergleichs Test nicht sagen.

Ich fahre Rotor NoQ Kettenblätter in Semi-Kompakt Grösse (52/36). Den Umwerfer habe ich anhand der Markierungen einmal eingestellt und er schaltet völlig problemlos und bleibt selbst in den “unschönen” Extrempositionen 11/36 und 28/52 schleiffrei.

Auch das Schalten des Schaltwerks funktioniert tadellos. Jeder Schaltvorgang sitzt und das angesprochene Feinjustieren ist schnell erledigt. Einmal eingestellt gibt es für mich nichts zu meckern. Auch die Geschwindigkeit passt. Schaltet man per Einzelklicks ist man etwas schneller als wenn man den Finger zum “Durchschalten” auf dem Schalter lässt. Aber auch letzteres ist im Endeffekt schnell genug für den Praxiseinsatz.

Update Juli 2017:  Ich habe mehrfach mitbekommen, dass eTap Besitzer Probleme hinten, beim Schalten auf kleinere Ritzel haben bzw. hatten. Dies wohl stets wenn sich die Kette  auf dem grossen Kettenblatt befindet. Die Fälle, welche ich selber gesehen habe, hatten alle einen falsch eingestellten Abstand der Schaltrolle zum Ritzel als Ursache. Diese darf nicht zu weit weg vom Ritzel stehen. Wer also Probleme hat sollte erst einmal hier schauen ob das die Ursache ist und den Abstand der oberen Schaltrolle zum Ritzel verringern. Natürlich darauf achten, dass sich Schaltrolle und Ritzel letztlich nicht berühren. 

Was mir persönlich gut gefällt ist die deutliche Rückmeldung bei jedem Schaltvorgang. Einerseits spürt man den Klick sehr klar, dazu kommt ein hörbares aber nicht störendes Klick Geräusch. Bereits bei der mechanischen Red hatte ich dieses klare Schalt-Feedback geschätzt.

Bleibt noch die Frage zur Garmin Integration. SRAM wirbt ja damit, dass bei der Entwicklung mit Garmin zusammen gearbeitet wurde.

SRAM Red eTap Erfahrungen tests technik Test Schaltung Review Rennradteile Komponenten eTap ErfahrungenDie Ganganzeige funktioniert so, wie ich es von der DI2 kannte. Lediglich die Akkuanzeige fand ich zunächst nicht. Erst im Untermenü bei den Sensoren bin ich auf die Ladestandsanzeige für jede der 4 Batterien gestossen. Das fand ich dann doch zunächst schade, dass ich mir diese Info nicht auf das Display holen konnte.

Als dann jedoch bei Antritt einer Fahrt die Information auf dem Garmin stand, dass die Batterie des Umwerfers einen niedrigen Stand hätte, verstand ich, dass hier eine andere Integration genutzt wurde. Unterschreitet der Akkustand einer der Batterien einen bestimmten Wert, so wird dies frühzeitig, konkret für das jeweilige Bauteil angezeigt. Aus meiner Sicht sinnvoll und bisher hat es gut funktioniert.

Fazit

Was bleibt zu sagen? Es ist eine weitere elektrische Schaltung die sehr gut funktioniert. Eigentlich ist damit alles gesagt. Ich bin kein Fan von “die beste Schaltung” oder dem Einschwören auf eine Marke. Eine Schaltung muss das tun, wofür sie gebaut ist. Sie soll schalten. Und das fehlerfrei. Und genau das macht die SRAM eTap an meinem Rad. Sie verrichtet zuverlässig ihren Dienst.

Finde ich sie besser oder schlechter als andere mir bekannte Schaltungen? Ich bin ein Fan der elektrischen Schaltungen, von daher würde ICH auch die eTap jederzeit einer mechanischen Schaltung vorziehen. Eine Campa EPS bin ich noch nicht gefahren, so dass mir sowieso nur der Vergleich mit mehreren Generationen Dura Ace oder Ultegra DI2 bleibt. Beide funktionieren ausgesprochen gut. Jede hat Pluspunkte gegenüber der anderen Schaltung, keine hat aus meiner Sicht wirkliche Mängel. Einen Vergleich der beiden Schaltungen findest Du hierwerde ich schon bald schreiben. Ich kann aber vorwegnehmen, dass es dabei keinen Sieger gibt… es ist nur ein Vergleich.

16 Kommentare

  1. Eduard S.

    Hallo, (sehr sehr TOLLEN Blog hast du hier !!)

    Zur eTap, baute gerade mein neues Rad auf und wollte die vorhandene Campagnolo Athena wieder verwenden. Aber irgendwie war ich nicht mehr glücklich damit. Als Alternative hatte ich nur die Di2.
    Zum Glück ist mir die damals (Anfang 2016) brandneue eTap untergekommen.
    Der Preis war zwar heftig, aber diesen technischen MEILENSTEIN musste ich einfach haben.
    So war mein Budget “Neues Bike 2016” verdoppelt ….. naja.

    Ich bin VERWUNDERT das Shimano dies nicht erfunden hat. Weniger Kabel geht nicht
    Bessere Funktion geht nicht. Die Schaltlogik ist die einzig richtige! Das flutscht nur so und ist super praktisch. Nach inzwischen 9300km damit bin ich damit MEGA glücklich und wüsste keine Alternative.
    Auch die Ganganzeige am Garmin Edge ist MEGA praktisch.

    SRAM hat hier auf ewig ein System geschaffen das nicht getoppt werden kann. Wie auch?
    Weniger als keine Kabel geht nicht. Verbesserungen im Detail natürlich …..

    DANKE SRAM ….. DANKE GARMIN

    Gruß, Eduard

    Antworten
    1. Lutz Autor

      Hallo Eduard

      Danke für die nette Rückmeldung zum Blog. Den betreibe ich nicht alleine sondern einem kleinen Team von verschiedenen Unterstützern und Inhabern von Cycling Adventures gebührt der Dank.

      Die nicht mehr benötigten Kabel begeistern mich auch bei der eTap. Einerseits ein einfacherer Einbau, vor allem aber optisch top.

      Die Verbesserungen im Detail sehe ich hier und da auch. Vor allem im Vergleich zur DI2 gibt es vereinzelt Verbesserungspotential. Das sind meines Erachtens aber wirklich eher kleinere Punkte mit “nice to have Charakter”.

      Bräuchte ich aktuell erneut eine Schaltung würde ich wohl wieder zur SRAM Red eTap greifen.

      Sportliche Grüsse und schöne Touren mit der eTap
      Lutz

      Antworten
  2. Aaron

    Hallo zusammen

    Was mich interessiert..
    Passt bei euch der Umwerfer mit einem 50 er Kettenblatt?
    Beim Madone 9 hat das nicht funtioniert.
    Der Umwerfer konnte nicht weit genug heruntergestellt werden. Ist dies Fahrradabhängig?

    Grüsse Aaron

    Antworten
    1. Lutz Autor

      Hallo Aaron

      Bei mir würde voraussichtlich sogar ein 48er funktionieren (Nicht probiert, ist aber noch etwas Luft nach unten.). 50er und 52er definitiv kein Problem. Hängt in Deinem Fall dann wohl tatsächlich an der Position des Umwerfer Halters am Rahmen?
      Da das 50er sicher inzwischen mit das gängigste Kettenblatt ist, wundert mich das bei einem Madone schon ziemlich.
      Am Canyon als auch am Engage Rahmen passt es jedenfalls.

      Gruss, Lutz

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    2. Beat Suter

      Hallo Aaron

      Kann ich bestätigen, ich habe schlechte Erfahrungen mit dem Umwerfer an meinem Sarto Rahmen gemacht. Mehrere Positionen streifen gut hörbar, stellt man den Umwerfer etwas höher wirft man die Kette beim Hochschalten ab.

      SRAM den perfekten Yaw Umwerfer der mechanischen Gruppen leider verschlechtert.

      Tipp an potenzielle Käufer: Wenn ihr könnt, unbedingt testen bevor kaufen.

      Gruss Beat

      Antworten
  3. Michael

    Hallo Lutz,

    danke für deine ausführliche Beschreibung, hieraus kann ich ein paar Punkte mitnehmen.

    Ich stehe gerade vor der Entscheidung ob ich die DI2 oder die eTap nehme.
    Sicherlich ist eine Testfahrt das beste Kriterium um für mich persönlich ein geeignetets System zu finden, zumal dies meine erste elektronische Schaltung wird.

    Grüße Micha

    Antworten
  4. Florian Wanke

    Hallo zusammen,

    vor der eTap-Montage gibt es dann doch ein kleines Problem:
    Der Dongle (USB-Stick) kann am Computer eingesteckt werden, ist dann aber im Explorer nicht sichtbar.
    Von SRAM-Dealer-Service Schweinfurt erfuhr ich über meinen Verkäufer, dass auf dem Stick noch kein Update hinterlegt ist.
    Für mich bleibt aber unklar, weshalb man den Stick nicht als Lw erkennen kann und wie dieser das für 2018 geplante Update an die eTap weiter gibt.

    Hat jemand das selbe Problem oder dazu eine weiterführende Idee?

    VG
    Nairolf

    Antworten
    1. Lutz Autor

      Hallo Florian

      Das ist bei mir auch so. Habe es allerdings nur am Mac ausprobiert.
      Die LED leuchtet kurz Rot und das war es dann.
      Ob das aber tatsächlich ein Problem ist oder wie genau der Stick dann bei einem Update funktioniert, kann ich bisher nicht sagen. Ich gehe aber einfach mal ganz naiv davon aus, dass es funktionieren wird wenn das erste Update irgendwann mal ansteht.

      Wir werden es sehen.
      Gruss, Lutz

      Antworten
  5. Jürgen

    Hallo Lutz,

    ich habe gerade deine Infos zur Red eTap mit großem Interesse gelesen,
    Kompliment: sehr spannend und informativ!!!

    Ich selber fahre das Domane 6.9 von Trek aus dem Modelljahr 2013, bei diesem ist noch die mechanische Sram Red 10-fach komplett montiert. Alles läuft tadellos!

    Auch angeregt durch deinen ambitionierten Bericht zum elektrischen Schalten werde ich mir in Kürze das Upgrade Set eTap von Sram kaufen, zumal ich dann auch noch auf
    11-fach aufrüste.
    Das ich im Vergleich zu meiner alten 10-fach Schaltung eine neue 11-fach Kassette und die etwas schmalere 11-fach Kette benötige ist klar!
    Meine Frage: muss ich auch meinen bisherigen 10-fach Red Kurbelsatz 34/50 gegen einen neuen 11-fach Red Kurbelsatz austauschen?

    Hast du oder jemand anders zu diesem Thema Erfahrungen???

    Mit sportlichen Grüßen
    Jürgen

    Antworten
    1. Lutz Autor

      Hallo Jürgen

      An einem Rad fahre ich genau das. 10-fach SRAM Red Kettenblätter (Allerdings an einer Rotor 3D+ Kurbel) mit der 11-fach eTap Schaltung. Funktioniert tadellos.
      So weit ich weiss hat sich bei den schmaleren 11-fach Ketten die Innengrösse nicht verändert, nur die Aussenlaschen sind dünner geworden. Ob sich der Abstand der Kettenblätter von 10 auf 11-fach minimal geändert hat weiss ich nicht. Es funktioniert aber.

      In verschiedensten Foren habe ich dies auch schon so gelesen. 10-fach Kurbel mit 11-fach Kette geht.

      Viel Spass mit der eTap.
      Gruss, Lutz

      Antworten
  6. P.G.

    Hi Lutz,

    Angenehm zu lesender Beitrag- kann mich nur den kommentierenden vor mir anschließen! Bin seit wenigen Tagen Sram etap Gruppenbesitzer, echt spitze diese Gruppe!

    Eine Frage zur Akkuanzeige am gamrin:
    ich habe mir auf meinem 820er Edge als Datenfeld die Batterieanzeige der Sram Gruppe anzeigen lassen, nun welcher der Akku wird hier letztendlich angezeigt?

    Vor allem um beide Akkus (umwerfer u schaltwerk) gleichmassig zu verschleißen, möchte ich mach jeder Ausfahrt die Akkus tauschen.

    Weißt du welcher der beiden Akkus im Datenfeld der Batterieanzeige gemeint bzw gezeigt wird?

    Und:
    Wie verlässlich ist dieser Akkustand im Untermenü der Sensorinformation(en)?

    Vielen Dank für diesen Bericht!
    LG P.G.

    Antworten
    1. Lutz Autor

      Hallo

      Spannende Frage. Die hatte ich mir noch nicht gestellt, sie ist aber sehr naheliegend.

      Ich habe da mal ein wenig mit einem vollen und zwei unterschiedlich entladenenAkkus rumprobiert. Mein Eindruck ist, dass das Datenfeld stets den Stand des Akkus mit dem niedrigsten Ladestand (Umwerfer/Schaltwerk) anzeigt.
      Ob er dabei letztlich auch die Knopfzellen im STI einbezieht kann ich nicht sagen, da diese bei mir immer noch als New angezeigt werden und ich keine halb entladenen Knopfzellen zur Hand habe.

      Die Untermenüanzeige halte ich für recht zuverlässig. Auch die Einblendung bei wirklich niedrigem Akkustand. Wurde diese angezeigt, hatte ich immer noch Strom für das Beenden meiner Tour oder auch für kurze Touren. Leer gefahren habe ich sie noch nie. Von daher kann ich nicht sagen, wieviele Stunden der Akku ab der Information noch genau hält.
      Ich denke aber sowieso, dass es nur Richtwerte sein können. ICH schalte sehr oft, verbrauche daher sicher deutlich mehr Strom als manch anderer eTap oder DI2 Fahrer.

      Lieber Gruss
      Lutz

      Antworten
  7. Thomas Röhling

    Danke für den Bericht, überlege auch, von der mechanischen Sram red auf die Etap umzustellen. Allerdings würde ich das 30 er Ritzel vermissen ( letztes Stück Ötztaler), laut Sram geht nur bis 28. Stimmt das? bei der DI von Shimano kann man ja auch größere Ritzel schalten als angegeben, danke, Thomas

    Antworten
    1. Lutz Autor

      Hallo Thomas
      Es gibt seit ein paar Monaten wie bei der mechanischen SRAM Red ein kurzes und ein mittellanges Schaltwerk. Letzteres nennt sich wie bisher auch WiFly:
      https://www.bike-components.de/de/SRAM/Red-eTap-WiFLi-Schaltwerk-11-fach-Modell-2017-p52918/

      Evtl. würde das 30er aber sogar mit dem kurzen Schaltwerk funktionieren (Analog der DI2 Erfahrung von Dir). Ist jedoch etwas abhängig vom Rahmen und solltest Du vor dem Kauf ausprobieren können. Sonst lieber das WiFly.
      Ich fahre an meinem Bergrad 34/32 mit dem WiFly Schaltwerk und an meinem Mittelgebirgsrad 36/28 mit dem kurzen Schaltwerk.

      Gruss, Lutz

      Antworten

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