Thurgau   Schönes, unbekanntes Mostindien reviere Schweiz Rennradrevier Radrevier
Thurgau   Schönes, unbekanntes Mostindien reviere Schweiz Rennradrevier Radrevier

Thurgau

Der Thurgau, gerne auch Mostindien genannt, ist für viele unbekanntes Gebiet welches am Nordost-Rand der Schweiz liegt . Für mich ist es mein „Hausrevier“ und aus meiner Sicht ein sehr bevorzugtes Rennradrevier. Wohl nicht nur aus Steuergründen zieht es viele Radprofis zum Wohnen hier her. Thurgau   Schönes, unbekanntes Mostindien reviere Schweiz Rennradrevier RadrevierDie Winter sind relativ mild, so dass man von einem Ganzjahresrevier sprechen kann, auch wenn es im Februar auch mal Temperaturen unter -10 Grad geben kann. Verglichen mit anderen deutschsprachigen Regionen sind die Niederschläge recht gering. Ermüdend kann lediglich der oft starke (Hoch-) Nebel Rund um den Jahreswechsel sein. Da die höchsten Erhebungen aber über 700 Meter hinauf gehen, findet sich auch in diesen Zeiten meist eine Strecke darüber, wo sich traumhafte Ausblicke hinunter auf das Nebelmeer im Rhein- oder Thurtal ergeben.

Thurgau   Schönes, unbekanntes Mostindien reviere Schweiz Rennradrevier RadrevierDer Blick zum Bodensee, auf das Alpsteinmassiv mit den angrenzenden Churfirsten (Titelbild) oder auch nach Osten ins Vorarlberg bietet immer wieder neu, tolle Eindrücke. Dazu kommt die starke, landwirtschaftliche Ausprägung, welche nicht zuletzt mitverantwortlich ist, dass es ein grosses Netz an kleinen, wenig befahrenen Strassen in hervoragenden Zustand gibt. Da die Verkehrsdichte sowieso vergleichsweise gering ist, kann der Gebietskenner ungestört seine Radrunden drehen.

Thurgau   Schönes, unbekanntes Mostindien reviere Schweiz Rennradrevier RadrevierEingeschlossen ist der Thurgau im Norden vom Bodensee und der deutschen Grenze. Der bekannteste Grenzübergang ist sicherlich Konstanz, welches mit Kreuzlingen letztlich nur durch die inzwischen sehr offene Grenze getrennt ist. Im Westen grenzt der Kanton Schaffhausen an, im Süden Zürich und Sankt Gallen, welches im Osten bis an den Bodensee reicht. Der Name Mostindien besteht bereits seit dem 19. Jahrhundert. Der „Most“ kommt hier ursprünglich vom Birnensaft, welcher zu dieser Zeit vordergründig hergestellt wurde. Heute sind es mehr Äpfel. Der „Indien“ Teil im Wort kommt als Wortspiel von den damaligen Kolonien „Ostindien“. Genauer nachzulesen ist die Entstehung des Begriffs „Mostindien“ hier.

Das Rennradrevier

Wer an den Bodensee kommt bleibt oft am Bodensee oder fährt von Konstanz aus Richtung Bodanrück, Höchsten oder weiter ins deutsche Hinterland. Thurgau   Schönes, unbekanntes Mostindien reviere Schweiz Rennradrevier RadrevierDies sind natürlich auch hübsche Ecken. Den Verkehr erlebe ich dort jedoch dichter, ebenso die Bebauung und viele Nebenstrassen sind in schlechtem Zustand oder erst gar nicht asphaltiert. Nicht zu unterschätzen ist auch, dass die erlaubten 100 km/h auf deutschen Landstrassen sich ungemütlicher anfühlen als die 80 km/h in der Schweiz. Von daher sind meine Radfahrten hinter der Grenze eher selten.

Egal wo man am See startet, will man von diesem weg, so kommt man nicht um einen ersten Anstieg hinauf auf den Seerücken herum. Vor allem im westlichen Teil sind diese zum Teil steil und für die hiesigen Verhältnisse lang. Thurgau   Schönes, unbekanntes Mostindien reviere Schweiz Rennradrevier RadrevierDer Anstieg von Berlingen über den Pass Rennental nach Haidenhaus startet steil mit bis zu 14% und bietet über 300 hm am Stück. Für mich ein idealer Anstieg um im Frühjahr immer wieder den Formanstieg zu testen. Im Osten flacht der Rücken ab, so dass man im Breich um Romanshorn über sanfte Steigungen in Richtung Thurtal fahren kann.

Die Thur ist auch die Namensgeberin des Thurgau. Die Quelle liegt im Alpsteingebiet, wo sie von Unterwasser aus durch das Toggenburg fliesst und bei Oberbühren den Thurgau erreicht. Rund um den Nollen, dem „Rigi der Ostschweiz“ , welcher eine tolle 360 Grad Rundumsicht bietet, macht die Thur eine grosse Schleife.

Thurgau   Schönes, unbekanntes Mostindien reviere Schweiz Rennradrevier RadrevierWer den Thurgau einmal Umrunden möchte startet in Kreuzlingen und von dort über Nebenstrassen, südlich der N13 Richtung südosten in Richtung Amriswil. Von hier nach Bischofzell und nun immer hügeliger in den Hinterthurgau bis nach Fischingen, wo das alte Kloster zu einem kurzen Besuch einlädt. Zurück geht es dann westlich an Frauenfeld vorbei wieder hinauf auf den Seerücken, welchen man über Homburg bis Wäldi folgt, von wo es mit tollen Ausblicken auf den See wieder hinunter nach Kreuzlingen geht.

Für längere Touren aus dem Thurgau in die Nachbarkantone bietet sich augenfällig die Erweiterung des Gebiets durch das Toggenburg zur Schwägalp an, wo man eindrücklich, dicht unter der Nordwand des Säntis vorbeifährt. Eine solche Runde befährt auch die jährlich im Juni stattfindende Säntis Classic. Sie startet in Weinfelden, im Herzen des Thurgau gelegen. Cycling Adventures bietet zur Säntis Classic ein verlängertes Rennrad-Wochenende im Thurgau, in Weinfelden an.

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