Ligurien   ein Winter Rennradrevier? winter training rennen reviere Wintertraining Ligurien
Ligurien   ein Winter Rennradrevier? winter training rennen reviere Wintertraining Ligurien

Eine oft gestellte Frage auf unseren Ligurien Rennradreisen: «Kann man her auch im Winter Rennrad fahren?»
Diese Frage kann man auf alle Fälle mit «Ja» beantworten. Das gilt nicht nur für die unverbesserlichen Alpennordländer sondern auch bei den Locals wird das Rennrad ganzjährig und beinahe täglich bewegt, auch wenn die Kleidung teilweise lächerliche Ausmasse annimmt.

Die Sonne macht den Unterschied

Bei aller Winterhärte sollte man doch ein paar Sachen zu berücksichtigen.
Vor allem gilt: die Sonne macht den Unterschied. Bei Sonnenschein ist es wirklich problemlos möglich, auch im tiefsten Winter mit einer Kleidung zu fahren, welche sportliche Trainingsfahrten ermöglicht. Scheint die Sonne nicht, wird es ziemlich unangenehm kühl, bei Regen bleibt man sowieso besser zu Hause.
Die hohe Luftfeuchtigkeit lässt die wenigen Plusgrade, die an einem verhangenen Wintertag herrschen, unangenehmer erscheinen als im trockenen, kontinentalen Klima.
Die Sonneneinstrahlung sollte natürlich auch bei der Tourenplanung im Vordergrund stehen. Ligurien ist bergig [Link auf Ligurienartikel], also gibt es längere Abfahrten und auf den Abfahrten in schattiger Lage einige Ecken, die wochenlang keinen Sonnenstrahl abkriegen.

Tourenplanung

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Im Winter ist man bei der Tourenplanung eingeschränkt. In dem Teil den ich kenne – also dem levantischen Teil Liguriens südlich von Genua – erhebt sich die erste Hügelkette auf ca. 600, die zweite bereits auf 1’000 Meter über Meer. Den milden Einfluss des Meeres spürt man auf der ersten Hügelkette, bestenfalls noch etwas in den Tälern dahinter.
Auf den 1’000 Meter hohen Pässen der zweiten Hügelkette ist vom Temperaturspeicher «Meer» nichts mehr zu spüren. Das muss man wissen und seine Touren entsprechend planen. Das ist auch kein Problem. Die Touren sind im Winter ja nicht gar so lang und abwechslungsreiche Touren von 60 – 100 km Länge bringt man auch auf der ersten Hügelkette reichlich zusammen.

Schnee in Ligurien

Was oft unterschätzt wird ist der Schnee. Manch einer mag es als etwas kurios ansehen dass an vielen Strassen Schilder auf das obligatorische Mitführen von Schneeketten oder die Winterbereifung während den Wintermonaten hinweisen. Aber viele alpine Skiorte würden vor Neid erblassen angesichts der Schneemengen die es im Apennin gibt.
Ligurien hat richtige Berge, und durch den Westwind wird viel Feuchtigkeit vom Meer herangeführt die sich an der Küste in Steigungsregen, weiter im Landesinnern in Form von Schnee manifestiert. Nicht selten dass bereits in der ersten Oktoberhälfte auf dem knapp 1’000 Meter hohen Passo del Bocco erster Schnee liegt. Und dass wir auf unserer ersten Ligurienreise, dem Saisonauftakt Ende März/Anfang April, noch Schneereste am Strassenrand sehen, ist eigentlich Standard.

Fazit

Plant man also einen Rennrad Winterabstecher nach Ligurien, sollte man spontan entscheiden ob die Wetterprognose viel Sonne verspricht und die Touren dann entlang der Küste und dem ersten, maximal zweiten Hügelzug planen.
So wird man dann aber mit traumhaften Touren, einer herrlich wärmenden Sonne, wunderschönen Ausblicken aufs Meer über den gesamten Golf von Genua, einem einmalig sanften Licht und vorzüglichem Abendessen belohnt. Eine Kombination, derer man sich nur mehr schwer entziehen kann.
Aber eines ist klar in Ligurien, egal zu welcher Jahreszeit: flach fahren geht nicht.

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