Das Geheimnis des Rennradfahrens   Buchvorstellung buch vorstellung Training Rennrad Buch
Das Geheimnis des Rennradfahrens   Buchvorstellung buch vorstellung Training Rennrad Buch

Kurz vor der Tour de France ist das Buch “Das Geheimnis des Rennradfahrens – Trainingsdaten nutzen, Topleistungen erzielen” in deutscher Sprache erschienen. Herausgeber ist der Meyer & Meyer Verlag.

Vom Verlag bekamen wir die Anfrage, ob sie uns ein kostenloses Exemplar zusenden dürfen. Sie durften. Dies zu erwähnen ist mir wichtig, da wir in der Regel ja selber, gezielt für uns gekaufte Artikel beschreiben. Ihr könnt jedoch auch sicher sein, dass dieser Umstand meine eigene Meinung nicht beeinflusst hat und dass wir stets deutlich machen werden, wenn wir kostenlose Produkte zum Testen erhalten.

Das Buch – “Das Geheimnis des Rennradfahrens”

Ich kann vorwegnehmen, dass mir der Titel von Beginn an ein wenig missfallen hat. “Das Geheimnis” ist mir einfach zu reisserisch. Sensible Informationen über das Rennradfahren, die nur wenige wissen dürfen?

Ich kann auch die Überschriften in den ganzen Radzeitschriften langsam nicht mehr sehen. “Die Besten Reviere”, “Die schnellsten Räder”, “Der beste Reifen” etc. Sachlich fundierte Information reicht mir eigentlich. Aber gut, das ist mein Problem.

Auf dem Buchrücken wird kurz beschrieben, was das Buch beinhaltet und was es zu vermitteln verspricht.

Es wird versprochen, “auf jegliche Faktoren einzugehen, welche die Radfahrleistung beeinflussen”. Dies geschehe “in klarer, logischer und unterhaltsamer Umsetzung”. Hohe Ziele –  ich war gespannt, was davon gehalten wird.

Die Autoren sind Hans van Dijk, Ron van Megen und Guido Vroemen.

Eine Leseprobe und der Inhalt finden sich direkt auf der Webseite des Meyer & Meyer Verlags.

Ich selber fahre zwar kaum Rennen, setze mich jedoch gerne mit Trainingsdaten, Trainingsplänen und auch den Auswertungen rund um Wattmessung, Übersetzungen etc. auseinander. Deshalb war ich gespannt, welche Informationen mir das Buch liefert, die ich entweder noch nicht kannte oder die ich bisher vernachlässigt oder falsch verstanden habe.

Bereits beim ersten Blättern blieb ich immer wieder in verschiedenen Abschnitten hängen, welche mich interessierten. Die vielen einzelnen Themen sind in einzelne, kurze Abschnitte unterteilt. Man kann das gesamte Buch lesen. Man kann es aber auch als Nachschlagewerk nutzen.

Ich musste für mich schnell feststellen, dass viele der Versprechungen gehalten werden. Die Breite der Themen ist wirklich umfassend. Zum Teil gehen Erklärungen tief in mathematische Berechnungen. Es gelingt aber wie versprochen, alles sehr klar zu vermitteln. Selbst komplexe Themen werden einfach und nachvollziehbar dargelegt.

Interessant ist das Buch sicher für Rennradfahrerinnen und -fahrer, die Leistungsorientiert fahren oder zumindest ein grosses Interesse an den Hintergründen zu besserer Leistung haben. Reine Genussfahrer, denen solche Themen egal sind, werden wohl weniger Interesse am Inhalt haben.

Vor allem Leute, die diese Informationen kompakt, verständlich und einfach erklärt sowie gut gegliedert in einem Buch haben möchten, könnten mit dem “Geheimnis des Rennradfahrens” das Richtige finden.

Gerade Berechnungen zu Fahrzeiten in der Ebene, am Berg, Windschattenfahren, Einfluss der Aerodynamik oder Zahlen rund um Auswertungen der Leistungsdaten fand ich spannend zu lesen. In Tabellen oder Diagrammen werden Zahlen und Zusammenhänge einfach deutlich gemacht.

Auch Aspekte zur Ernährung, welche mich bisher gar nicht recht interessiert haben, fand ich lesenswert. Wie man den Kalorienbedarf berechnet, ihn Streckenabhängig abdeckt oder wie genau Carboloading vor Rennen funktioniert und was man dabei alles falsch machen kann (und vor allem warum), hat mich dann doch gefesselt.

Ich suchte Informationen, wie sie im Buch zu finden sind, bisher meist im Internet. Ohne das Probeexemplar hätte ich das Buch sicher nicht kennengelernt, da ich mir selten noch Bücher kaufe und mehr online unterwegs bin.

Ich muss aber zugeben, dass ich es seit ein paar Wochen griffbereit liegen habe und immer wieder reinschaue, durchblättere und interessante Themen lese. Alles habe ich nämlich noch nicht durchgelesen. Ich nutze es halt fast wie das Internet. Ich schaue hinein, wenn ich etwas suche oder wenn ich einfach mal “schmökern” möchte.

Eine Kauf- oder Nichtkauf-Empfehlung kann ich natürlich wie so oft nicht abgeben. Einige werden das Buch toll finden, andere überflüssig – ich finde es für mich nützlich.

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