Erfahrungen mit Tubeless Reifen am Rennrad tests technik Tubeless Test Reifen
Erfahrungen mit Tubeless Reifen am Rennrad tests technik Tubeless Test Reifen

Tubeless Reifen sind im MTB Bereich schon lange als eine Reifenart etablierte und viel gefahren. Seit ein paar Jahren sind sie auch für das Rennrad erhältlich, haben sich aber hier noch nicht richtig durchsetzen können. Es gibt zunehmend Tubeless Reifen zu kaufen und neben den Aufrüst Kits für ein paar wenige herkömmliche Laufräder oder sogenannte 2-Way, gibt es immer mehr Tubless Laufräder für Rennräder. Ein Grund, dass es lange gedauert hat, bis die ersten Reifen für das Rennrad angeboten wurden ist der deutlich höhere Druck. Den Reifen auch bei 8 Bar oder mehr sicher dicht zu halten war wohl eine Herausforderung.

Da mich neue Technik immer interessiert, habe ich in den letzten zwei Jahren verschiedene Versuche und Tests mit Tubeless Reifen am Rennrad hinter mir. Dabei sowohl positive aber auch ernüchternde Erfahrungen. Mein Test Fazit, dass kann ich vorweg nehmen, wird weder für noch gegen Tubeless Reifen sein. Es geht mir mehr darum meine Erfahrungen zu schildern und herauszustellen, was die Felgen, Reifenkombination bieten muss, damit Tubeless am Rennrad für mich ein alltagstaugliches System wird.

Warum eigentlich Tubeless Reifen am Rennrad?

Im Prinzip gibt es ja inzwischen 3 Reifensysteme für Rennräder. Schlauchreifen, Draht-/Faltreifen mit Schlauch und eben Tubeless.

Schlauchreifen auszuprobieren und zu testen hat mich natürlich auch schon gereizt. Bisher hat mich aber der Aufwand der Montage abgeschreckt und vor allem die Frage, was im Pannenfall auf  einer Tour die sinnvollste Lösung ist. Da ich schon zwei Mal auf Reisen Schlauchreifen Fahrer mit dem Auto abholen musste, die ihren zweiten Reifen bereits defekt hatten, habe ich diesen Versuch bisher gelassen. Ich weiss, dass es zufriedene Schlauchreifen Fahrer gibt. Ob es aber tatsächlich noch eine, im Vergleich zu den anderen Systemen im Hobbybereich, sinnvolle Technik ist, bezweifle ich persönlich. Aber darum soll es in diesem Artikel ja auch nicht gehen. Eher darum, dass Schlauchreifen gegenüber Reifen plus Schlauch drei klare Vorteile mitbringt.

  1. Er kennt keine Durchschläge und daher keinen sofortigen Druckverlust.
  2. Bei starker Hitzeentwicklung durch Bremsen hat er keinen Schlauch, der platzen kann.
  3. Und wenn er wirklich mal platt ist, klebt er auf der Felge, so dass ein Ausrollen möglich ist. Im Wettkampf bedeutet das weiterfahren bis jemand mit einem neuen Laufrad kommt. In der Abfahrt kann es bedeuten, dass ein Sturz vermieden werden kann.

Lange galten Schlauchreifen auch im Vorteil wenn es um geringen Rollwiderstand ging. Glaubt man den Tests, so sind Falt- als auch Tubless Reifen hier inzwischen vorbei gezogen.

Hier kommt also nun der Tubeless Reifen ins Spiel. Auch sie haben ja keinen Schlauch. Wie ein Autoreifen dichten sie direkt mit dem Wulst am Reifen an der Felge. Sie sind etwas schwerer als Faltreifen, mit dem Schlauch zusammen kommt man aber in der Regel auf dasselbe Gewicht. Neuere Modelle, wie der Schwalbe One Pro, sollen sogar leichter sein. Schlauchreifen wiederum sind oft schwerer.

Gerne wird in Tests und Erfahrungsberichten als Vorteil für Schlauch- und Tubeless Reifen die Möglichkeit genannt, diese mit Dichtmilch zu fahren. Das ist natürlich richtig. Möglich ist das aber auch bei Schläuchen. Es gibt sogar mit Dichtmilch vorgefüllte Schläuche, die auch dünne Stiche sofort abdichten soll. Dichtmilch ist weiss, färbt gut und ist flüssig. Wie sich dies bei einer Panne in freier Natur oder in der Werkstatt auswirkt… dazu später mehr.

Der Tubeless Vorteil liegt daher primär darin, dass es keinen Schlauch gibt, der Platzen kann. Kein plötzlicher Platten, der vor allem in Kurven oder bei hohen Geschwindigkeiten fatal enden oder die Felge schrotten kann.

Der gerne genannte Vorteil, dass der Rollwiderstand durch die wegfallende “Walk-Arbeit” zwischen Reifen und Schlauch besser sein soll, wird in Tests und Artikeln kontrovers diskutiert. Mal liesst man, es sei so, mal wiederum nicht. Allerdings kann der Tubeless Reifen mit weniger Druck gefahren werden (ca. -1 Bar). Das bedeutet etwas mehr Komfort. Der Rollwiderstand erhöht sich hierdurch wohl nicht.

Bleiben also aus eigener Erfahrung und gemäss verschiedener Tests folgende Vorteile gegenüber Faltreifen:

  1. Keine Schlauchplatzer
  2. Weniger Pannen dank Dichtmilch
  3. Weniger Luftdruck nötig, höherer Komfort
  4. Besseres Fahrgefühl, Kontakt zur Strasse

Tubeless Reifen Montage – Aller Anfang ist Schwer

Erfahrungen mit Tubeless Reifen am Rennrad tests technik Tubeless Test ReifenMein erster Laufradsatz für das Rennrad, welcher mit dem Prädikat “Tubeless Ready” kam war ein Bontrager Race X Lite TLR. Ihn kann man mit Schlauch fahren, dann kommt ein herkömmliches Felgenband hinein. Oder eben Tubeless. In dem Fall wird das spezielle, beiliegende Felgenband eingesetzt. Dazu ein Tubeless-Ventil und es konnte mit den ersten Erfahrungen losgehen. Mitbestellt hatte ich zwei Bontrager R3 TLR Reifen. Nach studieren der Anleitung setzte ich den Reifen auf die Felge, was sich schon deutlich schwerer gestaltete als ich es von allen nicht Tubeless Faltreifen kannte. Sie sitzen deutlich strammer und sind per Hand kaum drauf zu bringen. Mit Reifenhebern war es aber kein Problem.

Nun kam der spannende Moment des ersten Pumpens. Hatte ich doch gelesen, dass sehr oft eine normale Pumpe nicht ausreicht, damit der Druck den Reifen schnell ins Felgenbett drückt. Nun. So war es auch. Mit der Standpumpe hatte ich keine Chance. Dabei hatte ich schon den Trick aus einem Test beherzigt das Ventil herauszudrehen, da in dem Fall mehr Luft auf einmal eintreten kann. Es blieb also nur die Fahrt zur Tankstelle. Dort machte es dann recht bald “Plopp” und der Reifen sass auf der Felge. Nun noch ein wenig Pannenmilch hinein, aufpumpen und warten. Warten ob er auch über Nacht dicht hält.

Er hielt dicht. Tendenziell ein wenig mehr Luft Verlust als von meinen Schläuchen gewohnt. Aber unproblematisch.

Bevor es auf die Strasse ging wollte ich natürlich auch noch testen, ob das mit der Dichtmilch denn klappt. Also eine Test-Nadel gesucht und rein – raus damit. Es folgte ein kleiner weisser Punkt, kein zischen, nichts. Der Reifen war sofort dicht. Luft war quasi gar keine entwichen. Sehr schön. Den Test, wieviel grösser die eindringenden Objekte bis zum Versagen der Dichtmilch werden dürfen, habe ich nicht durchgeführt. Wäre aber mal spannend.

Erster Tubeless Test auf der Strasse

Nun war ich gespannt, wie er sich fährt. Rollt er wirklich geschmeidiger, merkt man einen Unterschied?

Ich behaupte Ja. Es ist keine Offenbarung oder ein Unterschied von Tag und Nacht. Aber er fühlte sich irgendwie natürlicher an, geschmeidiger. Ein wenig anderer Kontakt zur Strasse.

So traute ich mich nach genug Kilometern im Heimatrevier, den Laufradsatz auch auf eine 10 Tages Reise nach Spanien mitzunehmen. Im Notfall kann man ja immer noch einen Schlauch einziehen. Ein sehr guter Plan, welcher leider auf der Reise auch in die Tat umgesetzt wurde.

Erfahrung mit der Panne in freier Wildbahn

Zugegeben. Die Abfahrt vom Pico del Veleta ist im oberen Teil alles andere als eine primär Rennrad taugliche Strasse. Irgendwas bohrte sich dann wohl in den Reifen, was ein Loch verursachte, welches über Dichtmilch Niveau lag. Das Hinterrad war platt. Also Reifen runter und Schlauch rein. Was normal eine Sache von wenigen Minuten ist, gestaltete sich nun schwieriger, was nicht nur an der Kälte auf über 3000 MüM lag. Nicht der Ablauf an sich… wobei Ablauf ein gutes Stichwort ist.

Sobald der Reifen ab ist, läuft einem die Dichtmilch erst einmal entgegen, sickert ins Erdreich, versaut alles was in Berührung kommt (Z.B. schwarze Radhosen). Kurz gesagt. Da muss man etwas Sorgfalt walten lassen. Am besten ist es, man hat Handschuhe dabei und einen Lappen um das Gröbste wegwischen zu können. Auch sollte man vermeiden, dass die Bremsflanke eingesaut wird.

Zwei Tage später war dann auch der Vorderreifen fällig. Dieses Mal war es kein Platten sondern ein heftiges Schlagen. Als ich mir den Reifen anschaute fand ich eine grosse Blase, welche der Reifen geworfen hatte. Dies darf man aber sicher weniger dem Tubeless System als dem Hersteller ankreiden. Also auch runter, neuen “normalen” Reifen mit Schlauch drauf. Immerhin geht das mit den Felgen ja problemlos.

Analyse in der Werkstatt

Nach dem Urlaub habe ich mich gefragt, ob ich die Laufräder tatsächlich weiter Tubeless fahren will. Ich beschloss aber ihnen eine zweite Chance zu geben. So kaufte ich für den erneuten Test zwei Schwalbe One Tubeless (Vorgänger des heutigen One Pro).

Felgenbett und das Tubeless Felgenband reinigte ich gründlich von den hartnäckigen Resten der Dichtmilch. Nun erneut den Reifen aufgezogen und den extra dazu geliehenen Kompressor angesetzt. Es ging… nichts. Aber auch gar nichts. Die Luft zischte immer irgendwo heraus. Der Reifen wollte aber einfach nicht ins Felgenbett springen. Alle Tipps die ich im Internet fand halfen gar nichts.

Genervt probierte ich das Ganze mit dem Hinterrad. Reifen drauf, Kompressor dran, voila. Der sprang direkt rein. Schon besser. Dichtmilch rein, komplett aufgepumpt… Peng. Ein heftiger Knall und danach war duschen und putzen angesagt. Dichtmilch klebte an mir, der Decke, Regalen, einfach überall.

Der Reifen war abgesprungen. Bevor aber nun der Leser der es bis hier her geschafft hat sich endgültig vom Tubeless System verabschiedet, muss ich Tubeless verteidigen. Es war kein Tubeless Reifen! In meiner Genervtheit hatte ich einen “normalen” Schwalbe One aufgezogen, der wohl in der Nähe rum lag. Dieser war dann von der Felge gesprungen, was im Nachhinein wenig überrascht. Nun ja… besser er springt bereits im Keller als in der ersten Abfahrt.

Der Versuch, den echten Tubeless Reifen auf die Felge zu bekommen scheitere genauso wie am Vorderrad. Hier gab ich meinen ersten Tubeless Versuch auf und fuhr den Bontrager Race Laufradsatz ganz gewöhnlich mit Schläuchen.

Tubeless Reifen am Rennrad: Next try

Als ich letztes Jahr ein Crossrad kaufte, kam dieses mit DT Swiss Laufrädern. Tubeless Ready. Schnell kam die Frage auf. Soll ich noch mal? Die Schwalbe One Tubeless lagen ja noch rum.

Erfahrungen mit Tubeless Reifen am Rennrad tests technik Tubeless Test ReifenDa ich nur noch das spezielle Felgenband dazu benötigte ging ich den zweiten Versuch an. Felgenband eingeklebt, Ventil eingesetzt, Reifen draufgezogen. Kompressor angeschmissen, es macht Plopp, der Reifen füllt sich und ist fast dicht. Lediglich an einzelnen Stellen entwich leicht Luft.

Dichtmilch eingefüllt. Erneut aufgepumpt… dicht. Das war jetzt völlig einfach. Innerhalb von wenigen Minuten war das Vorderrad Tubeless und hielt richtig gut die Luft. Test gelungen, Montage einfach, Reifen dicht. So hatte ich mir das Ganze eigentlich vorgestellt!

Also noch das Hinterrad fertig machen. Reifen plöppt auch sofort drauf, es zischt aber deutlich mehr als beim Vorderrad. OK. Das sollte die Dichtmilch dann richten. Dachte ich. Diese blubberte aber lediglich an einer Stelle raus. Genau am Felgenstoss. Der war nicht sauber gearbeitet, so dass dort ein winziges Loch drin ist, gerade zu gross, dass es mit der Mich dicht wird.

Relativ schnell hatte ich erneut die Nase voll. Das war nun zwar kein primäres Tubeless Problem sondern eine schlecht gefertigte DT Swiss Felge. Das Vorderrad fuhr ich Tubeless um zumindest mal die Reifen zu nutzen. Dies verlief auch über mehre 1000 Kilometer völlig problemlos. Überzeugt hatte mich das Tubeless Thema aber bisher trotzdem noch nicht richtig.

Und nun? – Fazit zu Tubeless Reifen am Rennrad?

Tubeless am Rennrad könnte grundsätzlich richtig gut sein. Ich denke, dass Felgen, welche konsequent für Tubeless hergestellt sind, weniger Probleme machen als jene, die ich probiert habe. Es war halt alles Tubeless Ready aber nicht voll Tubeless. Felgenstösse müssen dicht sein. Wenn spezielle Felgenbänder rein müssen, sollten diese so konstruiert sein, dass der Reifen ins Felgenbett rutscht. Das System muss grundsätzlich funktionieren.

Das Thema Dichtmilch ist zwiespältig. Wenn sie macht, was sie soll, nämlich kleine Stiche abdichten, Super! Hat man dennoch eine Panne, welche zu gross für die Dichtmilch ist, wird das Schlauch einziehen mindestens zu einer kleinen Sauerei.

Ein Bekannter von mir fährt spezielle Tubeless Felgen (Stans NoTubes) und Reifen (Schwalbe One Pro) seit sehr sehr vielen Kilometern bisher ohne Probleme. Auch die diesjährige Tour Transalp hat er damit Pannenfrei und ohne Schwierigkeiten gemeistert. Er ist restlos zufrieden. Für ihn ist auch das Abrollverhalten sowie der Kontakt zur Strasse gegenüber “normalen” Schlauch und Reifenkombinationen deutlich besser. Etwas, was sich mit meinen Empfindungen beim Fahren deckt.

Es scheint auch so, dass die heutigen Reifen zunehmend besser ins Felgenbett springen, so dass die Montage auch deutlich einfacher wird.

Laufen sie einmal, so erkenne ich klar Vorteile im Rahmen des Komforts und der Sicherheit. Nachteile wie geschrieben im Pannenfall.

Erfahrungen mit Tubeless Reifen am Rennrad tests technik Tubeless Test ReifenUm Tubeless Reifen wirklich am Rennrad zu fahren, setzt es für mich daher voraus, dass Tubeless Felge und Reifen gut zueinander passen und auch ohne Dichtmilch grundlegend dicht abschliessen. Diese soll vorrangig für den Pannenfall da sein.

Ob und wann ich den dritten Versuch starte? Ist bereits geplant… Es werden Schwalbe One Pro sein auf einer sehr sehr leichten Carbon Felge. Dazu hier im Blog mehr, sobald ich genug Kilometer Erfahrung damit gesammelt habe…

Edit 29.05.2017: Auch dieser Versuch hat mich nicht völlig überzeugen können. Fahrgefühl war wieder top. Nachdem der Reifen (Schwalbe One) einmal runter war habe ich ihn kaum wieder drauf bekommen. Er wollte selbst mit Kompressor nicht ins Felgenhorn springen. Dazu das Säubern des Reifens von der Dichtmilch. Im Pannenfall erst mal die Dichtmilch raussaugen, dafür Papiertücher dabei haben, etc. Irgendwie werden Tubeless und ich keine Freunde. Ich fahre aktuell Schlauchreifen (Tubular). Klar. Im Pannenfall sind die Möglichkeiten begrenzter. Aber bisher überzeugt mich das mehr… 

Was sind Eure Erfahrungen mit Tubeless Reifen am Rennrad?

38 Kommentare

  1. Marc

    Hallo Lutz
    danke dir vielmals für den ausführlichen Bericht, Top 🙂
    Bin genau am selben Ort angelangt betreffs Tubeless. Beide Felgen DT Swiss 46RC Spline, die Hintere sofort auch ohne Milch superdicht, doch die Vordere brachte ich nicht über 3 Bar und nach 30 Sek war die Luft wieder raus. Die vordere Felge hat auch in der Bremsflanke gegenüber dem Ventil einen ganz feinen Spalt, was die Hintere Felge so nicht hat. Laut DT Swiss werden sie nur noch gesteckt und nicht mehr verschweisst (Somit ist die Hintere noch au einer älteren Produktion).
    Habe trotzdem das Ventil geöffnet und 40ml DocBlue reingeschüttet. Wie ein Wilder aufgepumpt und zugleich das Rad gedreht. Die Milch gab ihr Bestes und nun 36Std ist das System dicht und Druckverlust bei 0.2BAr in den letzten 24Std( denke wird noch besser)
    Gefahren bin ich aber noch nicht und wird Heute das erste mal gemacht.

    Was denkst du, würdest du dich getrauen damit einen 150km Lauf abzuhalten, wenn ja mal dicht sollte es an den Flanken/Felgenhorn ja so bleiben, oder Irre ich mich da

    Grüess Marc

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  2. Lutz Autor

    Hallo Marc
    Danke für die Rückmeldung zum Bericht.

    Ich persönlich wäre da voraussichtlich eher skeptisch. Ich kann aber auch zu wenig einschätzen, wie sich die Milch z.B. verhält wenn die Felge heiss wird.
    Gerade am Vorderrad vermeide ich gerne alles was zum Druckverlust führen kann.
    Ich fahre am liebsten ein System, von dem ich weiss, dass es funktioniert.

    Von daher fehlt mir das technische Wissen zu der Dichtmilch um einschätzen zu können ob es dicht bleibt, wenn die Milch es einmal abgedichtet hat.

    Wenn Du es probierst… viel Erfolg und berichte doch mal nach den 150 km ob es gehalten hat.
    Lieber Gruss
    Lutz

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  3. Marc

    Hallo Lutz
    soeben zurück von 4okm1000HM. Druckverlust Vorne 0.1BAR, hinten 0.0. Habe bewusst die ganzen 5km runter vom Bantiger Sendeturm die Bremse schleifen lassen und unten in Stettlen war also der Pneu recht warm sowie Bremsflanken richtig heiss. Dazu in bester Motorrad Manier die ganze Strecke links rechts Schwenker gemacht :-). Zu fahren ist der neue Schwalbe One Pro schon sehr nett. Hatte mal 7.0 drinne da ich nicht wusste mit wieviel ich nach Hause kommen werde. Mache nun mal alle 24 Std eine Druckmessung und benutze hierzu ein Druckmessgerät. AM Dienstag werde ich noch eine kurze Runde drehen und danach bleibt es bis am Samstag stehen. Da folgt dann das Alpenbrevet Silber, 3 Pässe, 140km bei 3850HM. Das müsste der Schwalbe dann überstehen :-0
    Feedback folgt!
    Sollte ich zuviel verlieren innert 24Std werde ich wohl oder übel am Donnerstag alles zurückbauen, Rrr

    Liebe Grüsse
    Marc

    Antworten
  4. Marc

    Nur Kurz, Alpenbrevet Silber inkl 3 Passabfahrten + schon weitere 600km abgestrampelt. Alles bestens und 100% sorglos bei 6.5 Bar /72kg (Schwalbe Pro One 23mm) bis jetzt nie mehr was anderes :-)Druckverlust minimal weniger als mit Schlauch, überprüfe eh vor jeder fahrt, somit irrelevant

    Liebe Grüsse Marc

    Antworten
  5. Rudi

    Hallo zusammen,
    folgende Erfahrung mit Tubless System möchte ich anfügen. Habe die Reifen von Hutchinson Black Mamba CX 34mm auf eine Alex Rim At 470 – Felge aufgezogen. 2 x gelbes Felgenband, – ich glaube von Tesa- rum und dann pumpen mit Standpumpe. Der Felgenstoß war natürlich nicht dicht und die Luft war schnell wieder draußen! Danach 35ml Dichtmilch eingefüllt, und siehe da nach mehrmaligen hin und her schwenken war alles dicht. Testfahrt im Vinschgau ca.700 km u. 9000 hm alles wunderbar dicht und auch kaum nennenswerten Luftverlust. Ich fuhr je nach Untergrund 3 – 5bar hinten und vorne, ich wiege ca. 69kg. Bei meiner 2-ten Urlaubsrunde fuhr ich in den Friaulischen Bergen damit wieder problemlos 1100km und ca. 11000hm. Außerdem waren bei diesen Touren etliche Schotterpisten dabei ca. 20%.
    Jetzt habe ich mir einen Zweit-Laufradsatz mit der Pulse Sprint Felge zugelegt, und Schwalbe S – One 30mm drauf gezogen. Damit bin ich bis jetzt ca. 2500 km und 25000 hm ohne jegliche Panne gefahren, obwohl da auch Naturstraßen und leichter Schotter dabei war. Luftdruch 4,5 bar weil viel Asphalt!
    Momentan teste ich das Tubless-System mit DT-Swiss 440er Felgen und Schwalbe pro One 25mm und die 23mm Version. Den 25mm Reifen fahre ich zur Zeit ohne Milch und mit 6 bar, weils sogar ohne problemlos abdichtet.(Zur Sicherheit habe ich immer einen Schlauch dabei)!
    Beim 23mm Reifen gings nicht, da mußte Milch 25ml. rein( ist halt Glücksache!) Luftdruck 23er 6 – 7bar bar!
    Alle Reifen rollen auf Asphalt erstaunlich gut! Auf Schotter fährt der Black Mamba mit 2,5 – 3 bar super. Ist natürlich mein subjektiver Eindruck. Auch der S-One rollt bei wenig Druck soft über leichten Schotter.
    Bei der Montage brauchts bei den dünneren 23er – u. 25er etwas mehr Kraft und Reifenheber! Das könnte ein Nachteil sein, hebt sich aber wieder auf, weil kleinere Stiche keine Pannen verursachen. Der 2 – te Nachteil ist, weil die Milch nach ca. 5 Monaten seine Wirkung verliert und erneuert werden muß.
    Mein Fazit ist auf alle Fälle sehr positiv! Fahre jetzt nur noch Tubless! Und wenn es die Reifen – und – Felgentechnik schafft die Systeme ohne Milch dicht zu kriegen, dann ist der Schlauch tot. Dann sind die Tubless Systeme leichter als mit Schlauch. Und das gute Gefühl, daß mir Dornen und kleine Schnitte egal sein können ist ja auch noch dabei. Das Fahrgefühl auf schlechten und groben Asphalt ist sowiso super.
    Und jetzt noch ein paar Reifengewichte:
    Black Mamba 34mm CX Tubless beide 353g
    Schwalbe S-One Evo Tubless 30mm 300g und 330g
    Schalbe Pro-One Evo Tubless 25mm 252g und der 23er wiegt 254g (ist eigenartig)!!

    Liebe Grüße
    Rudi

    Antworten
    1. Lutz Autor

      Hallo Rudi und auch Marc

      Danke für Eure ausführlichen Rückmeldungen zum Tubeless Reifen.
      Schön zu hören, dass es funktioniert. Bin echt gespannt, ob sich das zukünftig durchsetzt.
      Mein neues MTB hat auch Tubless Ready Felgen… da werde ich dann bei Gelegenheit wohl auch wieder meine Erfahrungen machen.

      Gruss, Lutz

      Antworten
  6. Mario Damm

    Servus.

    Wollte auch mal kurz etwas zum Thema TL am Rennrad kundtun.

    Auf dem MTB mit DT Swiss Felgen und dem Crosser – ebenfalls mit DT Swiss Felgen – funktioniert
    alles super. Sogar mit dem Schwalbe Racing Ralph Evo PSC, 33 c, auf dem Crosser, welcher nicht unbedingt von Schwalbe als TL tauglich angegeben ist.

    Aber Dank Stan’s NoTubes Ventilen und deren Dichtmilch – alles super!

    Da nun die “kühlere” Jahreszeit herrscht, ich aber dennoch bei “schönem” Wetter auch dreistellige
    Runden mit dem Rennrad durchführen möchte, kam mir der Gedanke, auch das RR auf TL umzurüsten.

    Als Reifen nutze ich den Hutchinson Fusion 5 All Season Tubeless Faltreifen. Die Felge ist eine Mavic R-SYS-SLR. Offiziell ist sie nicht von Mavic als TL bzw. TL-Ready freigegeben, aber da die Felge an den Speichen “geschlossen” ist – die Speichennippel sind in die Felge integriert – wagte ich einen Versuch.

    Bei mir hat es tadellos geklappt – was allerdings nicht bedeutet, dass ich es unbedarft weiterempfehle.

    Bisher bin ich nun um die 500 KM bei ca. 4.000 HM gefahren (in drei Wochen) und bin pannenlos glücklich.

    Für den Sommer werde ich auch mein zweites Rennrad (mit den gleiche Laufrädern ausgestattet) auf TL umrüsten. Zum Einsatz wird dann wohl der Maxxis Padrone TR kommen.

    Bei Interesse – werde ich hier sehr gerne meine Eindrücke kundtun.

    Antworten
  7. Jürgen

    Hallo Leute!
    Also ich überleg mir das für 2017. Ich hatte letztes Jahr bei einer Abfahrt mit 53km/h einen Platzer am Vorderrad (gerade noch abgefangen) und im November eine Reifenpanne, durch die ich dann in die Dunkelheit gekommen bin, was auch nicht super ist. Abgesehen davon, dass mir so kalt war, dass ich dann fast nicht mehr pumpen konnte. Auf dem MTB fahr ich tubeless, und das ist richtig klasse. Die paar Gramm Gewichtsersparnis wären es nicht gegenüber Clinchern, weil ob 7,4 oder 7,5 ist ziemlich egal.
    Einziges Problem: ich mag Schwalbe Reifen nicht unbedingt und möchte weiterhin Conti fahren.
    Hoffe auf weitere Erfahrungsberichte bevor ich umbaue.

    Antworten
  8. Lutz Autor

    Hallo Jürgen
    Ich hatte zwischenzeitlich noch mal für ein paar hunter Kilometer einen Laufradsatz mit Tubeless RR Reifen drauf. Das waren Schwalbe One. Fahrverhalten war prima. Ich denke, der Versuch lohnt sich.
    Ich war stets ein reiner Conti 4000 Fahrer. Seit den Schwalbe One bin ich jedoch recht zufrieden mit Fahrverhalten, Verschleiss und Optik. Fahre inzwischen beides, je nach dem was ich gerade in die Finger bekomme.
    Viel Erfolg beim Umstieg auf Tubeless am RR. Bin gespannt, was Du berichtest.
    Gruss, Lutz

    Antworten
  9. Edgar

    Fahre seit über drei Jahren tubeless Reifen. Benutzte Felgen sind die NO TUBES ZTR alpha 340. Die Reifen waren immer von Schwalbe, Iron man bzw. Pro One. Das Aufziehen der Reifen war meist problemlos, oftmals genügte sogar die Standpumpe. Einer der zuletzt gekauften Pro Ones verweigerte sich allen Versuchen. Lediglich ohne Ventil lies sich der Reifen mit Kompressor zum aufploppen bewegen.
    Nach Telefonat mit Schwalbe habe ich den Reifen auf eigene Portokosten an cycle basar gesandt und bekam dann nach längerer Zeit einen neuen Reifen kostenfrei geliefert.

    Antworten
  10. Nix-mehr-Pro-one

    Meine längere Erfahrung über mehr als 10.000km mit dem Pro ONE in 23 und 25mm:

    Die Dichtmilch funktioniert beim Pro One im Gegensatz zum One nicht. Selbst bei einem kleinen Loch, dass evtl. mit Glück von der Milch irgendwann gedichtet wird, geht das Loch wieder auf, wenn man mehr als 5 bar drauf gibt. Das habe ich jetzt X-fach erlebt und wieder auf Contis mit Schlauch zurück gebaut.
    Außerdem nimmt die Pannenanfälligkeit beim Pro ONE so nach 1.500 km extrem zu.
    Dass ungefähr jeder 3. bis 4. einen Höhenschlag hat, sei nur am Rande erwähnt.
    Wenn es den alten One wieder geibt, werde ich wieder TL fahren, aber mit dem Pro one nicht mehr.

    Antworten
    1. Lutz Autor

      Hallo
      Danke für die Ergänzung.

      Meine Erfahrungen bleiben auch weiter eher durchwachsen. Es muss irgendwie alles sehr genau zusammenpassen damit es bei mir funktioniert. Ein ordinärer Schlauch ist da deutlich unkomplizierter.
      Gruss, Lutz

      Antworten
    2. Matthias

      Hallo,
      mit dem Pro One habe ich jetzt in der letzten Woche auch nur schlechte Erfahrungen gemacht, was die Pannensicherheit angeht.
      Auf nasser Strasse sammelt er soviele winzige Steinchen auf, die sich dann durch das Gummi drücken. So habe mir zwei Reifen zerstört nach gerade einmal knapp 800 km.
      Der Vorderreifen ging nicht zu mit der Dichtmilch, so dass ich ihn durch einen neuen ersetzt habe. In den Hinterreifen habe ich einen Schlauch eingezogen. So konnte ich ca. 100 km fahren. Dann ist der Schlauch geplatzt. Grund dafür war ein kleiner Stein, der noch im Reifen steckte.

      Schade, das Fahrgefühl hat mir sehr gefallen. Aber ich werde jetzt wohl doch erstmal wieder auf Contis mit Schlauch setzen.

      Antworten
    3. Johann

      Hi,

      da muss ich mich leider ebenfalls einreihen. Fahre die Pro One (23 mm) mit dem WH-6800 Set von Shimano, die Felgen-Reifenkombination funktioniert problemlos (Dichtmilch Doc Blue von Schwalbe). Allerdings habe ich nach gerade mal 800 km auch eine zunehmende Pannenanfälligkeit bemerkt. Hab das Gefühl, dass jeder kleine Stein von dem Gummi magisch angezogen wird…Die Löcher werden zwar (teilweise schnell) gedichtet, aber gehen immer wieder auf. Die Dichtmilch habe ich dabei ordnungsgemäß laut Hersteller nachgefüllt/ersetzt. Muss seit 3 Wochen fast nach jeder Fahrt Silikonreste vom Steuerrohr, Gabel und meinem Gesicht entfernen…Steige jetzt doch wieder auf normale Reifen um. Dabei fahre ich eigentlich nur Asphalt und wiege ‘nur’ 79 kg (das Rad mit Licht etc. ~8kg). Einer der ersten Reifen bildete übrigens auch Blasen nach ca. 100 km und platzte irreparabel an dieser Stelle auf, an dieser Stelle hätte ich eigentlich schon wechseln sollen und keinen weiteren Satz kaufen…

      Viele Grüße,
      Johann

      Antworten
  11. Mario Damm

    Ich fahre den Hutchinson Fusion 5 Performance. Hatte bisher eine Panne – eine Glasscherbe. Die Beschädigung war zu groß für die Dichtmilch. Zur Not habe ich eigentlich fast immer zwei Schäuche dabei.

    Bei einer heutigen RTF hatte ich wieder ein relativ “großes” Loch im Mantel. Zum Glück hat die Dichtmilch ihre Funktion erfüllt und ich konnte die restlichen 60 KM ohne Probleme zu Ende fahren.

    Der Luftdruck lag am Ende bei knapp unter 5 bar. Da ich um 68 KG wiege, ging es absolut unbedendlich.

    Nachdem ich den Luftdruck zu Hause auf 7 bar erhöht habe, entwich die Luft.

    Dichtmilch war keine mehr im Reifen vorhanden. Damit ich den Reifen nicht gleich entsorge, habe ich einfach mal einen “Flicken” von innen eingeklebt und Luft aufgepumpt. Mal schaun, ob bzw. wie lange der Reifen die Luft hält. Sollte es klappen, spendiere ich dem Mantel noch 30 ml Dichtmilch.

    Ich werde berichten…

    Antworten
  12. Mario Damm

    Moin.

    So, nachdem ich ja ein relativ “großes” Loch im Mantel hatte, die Dichtmilch es nicht ganz abdichten konnte (bis 5 bar kein Problem, darüber dann schon), klebte ich – wie oben bereits erwähnt – einfach mal einen “Flicken” aus dem Sortiment TT 02 von REMA von innen hinein. Bei Autoreifen repariere ich den selbigen auch von innen, allerdings mit einem entsprechenden Pilz, welcher durch den “Stichkanal” “gesteckt” wird.

    Nachdem der Reifen die Luft hielt, füllte ich wieder Dichtmilch ein. Seitdem bin ich so um die 500 KM ohne weitere Probleme gefahren. Der Reifen selbst ist jetzt so um die 2.500 KM gefahren worden. Mal sehen, wie lange er noch durchhält.

    Antworten
  13. Hi Lutz, ich habe Deinen Blog gefunden und interessiert gelesen, da ich mich in den letzten Tage auch mit dem Thema beschäftigt hatte. Habe mit einem neuen Rad Easton Ea90 SL LR TL-Ready erhalten und wollte das mit den Schwalbe Pro One auch zunächst einmal ausprobieren. Nach eingehender Diskussion mit der Continental Technik habe ich die Schwalbe Pro One dann wieder abbestellt. Grund: das Systemgewicht eines generell leichteren Contis mit Light Schlauch liegt in etwa bei dem des Schwalbe TL Reifen inkl. Dichtmilch. Und da mich die Contis (Clincher auf Normalfelge sowieTubolar auf Carbonfelge) bisher nie – hoffe es bleibt so – im Stich gelassen haben belasse ich es lieber bei den beiden klassischen Alternativen Clincher mit Schlauch oder Tubolar.
    P.S.: es freut mich zu lesen, dass es da noch jemanden gibt, der auf dem Pico war. Von wo seid Ihr losgefahren? Meine Tour ging im Juli 2017 von Caleta (nähe Torre del Mar) bis hoch zum Pico. War schon eine verrückte Fahrt: https://youtu.be/R4jL0u4h0Rk

    Sportliche Grüße

    MAP

    Antworten
    1. Lutz Autor

      Hallo Martin

      Danke für den Input zu den Tubeless Reifen.

      Ich war im Oktober 2014 auf dem Pico. Bei schönem Wetter aber unglaublichem Sturm. Das war oben schon recht anstrengend aber auch eindrücklich. Wir sind von Granada aus über Monachil hoch. Mehr als 2400 Höhenmeter am Stück sind schon etwas aussergewöhnliches.

      Lieber Gruss
      Lutz

      Antworten
  14. mwalimu

    Ein abendliches Hallo in die Runde.

    Im Februar kaufte ich mir ein Giant RR, das gleich mit Tublessreifen und Milch ausgestattet war. Luft habe ich nach ca 600km am Vorderrad verloren. Der Grund lag aber an einer nicht 100% montiertem Ventil, das der Freundliche auch in wenigen Minuten repariert hatte. Beim Besuch beim Freundlichem stellte ich dann noch einen Schnitt am Hinterreifen fest, deutlich sichtbar aber dicht. Da die Giant Reifen nicht lieferbar waren wurde auf Specialized Reifen umgerüstet. Seit dem keine Probleme. In der Summe etwas mehr als 2500 km mit 22000hm. Vor jeder Fahrt wird der Druck kontrolliert, wo ich immer etwas auffüllen muss. Mal mehr mal weniger. Vergleichen zu Schlauchreifen kann ich nicht wirklich, da es mein erstes RR ist. Zuvor hatte ich ein City oder MTB, kann es nicht wirklich einordnen, mit groben Profil und bestimmt alle 500 km ein Reifenproblem. Mein Streckenprofil hat sich nicht wirklich verändert. Ja ich meide nun unbefestigte Straßen, deren Anteil war aber sehr sehr gering. Was soll ich sagen, ich bin begeistert.

    Antworten
    1. Chris

      Der Vittoria Tubeless rollte von allem am allerbesten, war aber andauernd platt.

      Mit den Specialized tubeless turbo habe ich deutlich weniger Pannen als mit dem Schwalbe One.

      Der Specialized tubeless turbo läßt sich recht gut montieren und rollt auch echt prima.

      Gestern habe ich die alte Milch gegen Joe’s Road Racing Sealant CO2 compatibel ausgetauscht.

      Das Dichtmittel soll laut Hersteller schneller und besser dichten am RR bei hohem Reifendruck. Mit der Doc Blue, Bontrager, Conti, TUNE und Joe’s normal Milch war ich nicht zufrieden.

      Für die Monatage beide Reifen habe ich insgesammt 3 CO2 Patronen benötigt. Mit CO2 geht es am einfachsten selbst den zickigsten Reifen auf die Felge zu zwingen.

      Zur Reparatur von Löchern in der Werkstatt nehme ich einzig das Tip-Top Tubeless Repairset.

      Wenn es unterwegs nicht aufhört zu zischen und zu blubbern verwende ich das nur 5 Gramm schwere Genuine Innovations “Tubeless Tire Repair Kit”. Schneller kommt man nicht zurück in den Sattel nach einem Defekt. Mit dem Stopfen im Reifen kann man wochenlang rumfahren.

      Warum eigentlich Tubeless Reifen am Rennrad? Rollt deutlich besser und ich habe weniger Sturzgefahr bei einem Defekt.

      Antworten
  15. Mario Damm

    Moin.

    Wollte mich auch mal wieder kurz zu dem Thema äußern.

    Ich bin bisher so und die 5.000 KM und ca. 80.000 HM tubeless geradelt.

    Sicherlich hatte ich die den ein und anderen Luftverlust. Und für den Notfall habe ich
    stets ein bis zwei Schläuche dabei. Bisher brauchte ich aber noch nicht einen einzigen!

    Wenn eine Undichtigkeit am Reifen entstand, dann ging der Luftdruck auf max. 5 bar
    runter. Danach war Schluss mit Luftverlust. Bisher konnte ich jede Ausfahrt “pannenfrei”
    beenden.

    Zu Hause habe ich den Reifen fast immer von der Felge montiert und mit einem herkömmlichen
    “Schlauchflicken” “geflickt”. Und die Reifen bleiben danach auch weiterhin “dicht”.

    Daher werde ich weiterhin auf beiden Rennrädern und dem Crosser (sowohl mit Cross- wie auch
    Rennradreifen) tubeless nutzen.

    Antworten
  16. Ralf

    Meine Lanze für Tubeless:
    2016 Transcontinental 3800 Kilometer ohne Panne, 2014 sah das mit Schlauch deutlich schlechter aus.
    2017 Transcimrica (Hamburg Skagen Hamburg 1300 Kilometer mit hohem Gravel Anteil, mehrere Durchstiche, die ordentlich abgedichtet wurden.
    Für schlimmere Löcher, welche die Dichtmilch nicht schafft empfehle ich die Werkzeuge von Dynaplug oder Maxsalami.
    Tubeless ist für mich jedenfalls mittlerweile unverzichtbar, denn wegen einem kleinen Pieker im Reifen liegenzubleiben, ist wirklich nichts was man braucht.

    Antworten
  17. Elmar

    Hallo in die Runde…

    hab mir heute den Tubeless Schwalbe Pro One montiert. 25 mm Version auf DT Swiss RR21. Um das System zu testen hab ich vorsichtshalber nur den Vorderreifen auf tubeless umgestellt. (War kein Nachteil !). Montage: Wenn man den Dreh raus hat funktioniert die Montage relativ gut. Man braucht eben einen geeigneten “Luftstoß” Schwalbe Tire booster funktioniert dabei sehr gut. Der Rest entsprechend Anleitung. Somit Reifen erfolgreich montiert. Damit steht einer kleinen Testrunde eigentlich nichts im Wege… Sicherheitshalber zunächst die kleine Hausrunde. (War auch kein Nachteil). Was soll ich sagen.. nach ca. 20 Km hatte ich das erste Loch und die Dichtmilch sprühte los. Natürlich schaffte es die Dichtmilch nicht das Loch abzudichten. Bin dann schlussendlich mit abnehmendem Reifendruck heimgerollt. Immerhin bin ich nicht liegengeblieben. In der Statistik gilt dies wahrscheinlich auch als Nachweis für Pannensicherheit… Somit werde ich mir wieder den guten alten Conti Grand Prix montieren mit den guten Conti Schläuchen. P.S. ich bin dabei “saubere Wege” gefahren. Strassen und Radwege. Keine Abstecher ins Unterholz. Denke für Mountainbiker ist Tubeless eine Alternative aber für Rennrad ist das noch nicht ausgereift. Evtl. gebe ich dem System nochmal eine Chance.. hab ja noch einen unbenutzen Reifen rumligen. Aber wenn Radfahrten größerer Länge, bzw. in der Ferne, oder Radmarathons anstehen würde ich aktuell keinen Tubeless einsetzen.

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  18. Mario Damm

    Moinsen,

    wollte mal wieder ein positives Update bzgl. tl am Rennrad posten:

    Stand heute bin ich etwas über 14.000 KM und 180.000 HM mit dem Rad unterwegs gewesen.

    Ausschließlich mit tl Reifen. Meine persönliche Meinung/Erfahrung: nur noch tubeless!

    Offensichtlich ist Mavic auch von tl überzeugt. Mal schaun’, wie deren Reifen so sind.

    Schönen Abend und Grüße,

    Mario Damm

    Antworten
  19. Robert Dreu

    Cyclocross
    Hatte vergangenes Wochenende beim Cyclocross einen Ausfall, weil der Reifen in einer griffigen Kurve nach einem kleinen Highsider kurz aufmachte, viel Luft rausgelassen hat – “burp”. Bin mit relativ hohen 2,8 bar Luftdruck unterwegs gewesen. DT Swiss R23 Laufräder und Maxxis Mud Wrestler Reifen.

    Antworten
  20. Georg

    Hallo Zusammen,
    wollte mal etwas zum Thema Kompressor beitragen: Habe auch öfter festgestellt, dass es manch mal trotz Kompressor schwierig ist den Reifen zu montieren (besonders bei MTB Reifen. Grund liegt m.M. in den recht klein ausgelegten Druckminderern der Baumarkt-Kompressoren. Ich habe jetzt einen Bypass gebastelt: Normalerweise befindet sich am Kompressorbehälter noch irgendwo eine Verschlußschraube. Dort habe ich einen Kugelhahn und einen Schlauch angeschlossen. Das ist eine ganz andere Welt, der Luftdurchsatz beträgt ein Vielfaches. Aber Achtung, ist dann natürlich nicht im Druck gemindert. Normalerweide reicht es aber, den Kugelhahn nur ganz kurz zu Öffnen – der Reifen springt rein…
    Gruß Georg

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  21. Armin

    Hallo zusammen,

    Hat jemand Erfahrung wie es sich mit der Dichtmilch im Winter verhält.
    Also zum einen die Minustemperaturen bei Lagerung im Fahrradschuppen.
    Zum anderen nichtbewegen ggf über mehrere Wochen.

    Danke
    Armin

    Antworten
    1. Mario Damm

      Hallo Armin,

      ich fahre so ziemlich das ganze Jahr durch. Crosser, MTB oder/und Rennrad.
      Auch bei minus Temperaturen.

      Bisher hatte ich noch keinerlei Probleme mit “eingefrorener” Dichtmilch.

      Allerdings stehen meine Fahrräder auch nicht in einem kalten Schuppen,
      sondern allesamt im Keller, bei plus Graden. Daher kann ich dbzgl. nichts
      dazu sagen.

      Viele Grüße,

      Mario

      P.S. Ich fahe “nur” tubeless!

      Antworten
  22. Chris

    Bin ca. 3500 km mit Campa Shamal 2-Way und Schwalbe One Ironman OHNE Dichtwixe gefahren und hatte keinen einzigen Defekt. System war ziemlich dicht – konnte problemlos nach 1 Woche fahren ohne Nachpumpen! Der aktuelle Schwalbe One ist dagegen eine echte Enttäuschung 🙁

    Antworten
  23. Chris

    Von dem Bontrager R3, dem Schwalbe und dem Vittoria habe ich Abstand genommen. Platten, Platten Platten.

    Jetzt fahre ich den Specialized S-Works Turbo Road Tubeless, habe noch 2 Stück nachgekauft und montiert weil ich so begeistert bin von dem Reifen.

    2 Stück Specialized Roubaix Road Tubeless Faltreifen hatte ich mir als Joker hingelegt falls Specialized S-Works Turbo Road Tubeless nix taugt.

    War aber bis dato nicht notwendig die Roubaix Road Tubeless aufzuziehen, denn der Specialized S-Works Turbo Road Tubeless ist abolut TOP TOP TOP und macht null Probleme!!!

    Antworten
  24. FK

    Attenzione:

    Nie wieder im Pannenfall in das Tubeless System einen Schlauch einziehen. Wie in diesem Kreis mehrfach richtig beschrieben führt das im Bestfall zu einer Riesensauerei durch die Dichtmilch, einer langwierigen Fummelei und einem häufig unrund laufenden Reifen.

    Statt dessen bitte einfach ein tubeless repair plug eindrücken. Gibt es jetzt auch in Jumbogröße, z.B. von Dynaplug. Die Kautschuk-Spaghetti sauber abschneiden (habe zu dem Zweck ein versenkbares Mini-Messer aus der Bürowelt dabei) und weiter geht’s. Die Einsätze halten ewig, der Reifen ist also immer wieder zu retten. Das rechtfertigt den Preis eines Dynaplug-Sets.

    Antworten
  25. Ich habe jetzt bei meinem Koga F3 5.0s Trekking Rad den serienmäßíg montierten Schwalbe Spicer 40×622 gegen einen gleich großen Schwalbe G-One Speed Tubeless getauscht. Felgen sind Mach 1 560 Disc 28″, und haben Bohrungen für die Speichen , sind also von Haus aus nicht Tubeless ready.
    Verwendet habe ich Felgenddichtband von Tune und Joe’s anti Flat standard Milch (50-60ml).
    An den Speichen, TL- Ventil und Felgenstoß hat es erstmal rausgesabbelt. Aber nach einer Nacht war soweit alles dicht. Die Reifenmontage war eigentlich recht einfach, mit Reifenheber und MontageWax.
    Ich fahre gern mit max Druck , also 5 Bar (im Spicer 6 bar)
    Bin bisher nur 10km gefahren, soweit aber alles gut, und das Fahrgefühl (Federung und Rollfähigkeit) ist klasse und deutlich besser gegenüber dem Spicer.

    Antworten
  26. Frank

    @FK: Danke für den Tipp mit Dynaplug, sieht ganz vielversprechend aus.

    Ich hatte vorher an meienm “Road-Mountainbike” MAVIC XM817-Felgen ohne Felgenband (werden leider nicht mehr gebaut) in Kombination mit Continental Race King 2.0 mehrere Jahre problemlos gefahren – ohne eine einzige Panne.

    An meienm jetzigen Rad habe ich Mavic Open-Pro Felgen mit Schwalbe Pro One montiert, mal sehen. Die machen bislang einen sehr soliden Eindruck. Man sollte unbedingt Felgen mit verschweißtem Felgenstoß nehmen.

    Antworten
  27. Vielen Dank für den tollen Bericht.
    Ich bin gerade dabei für mein Triathlonrad neue Laufräder zu kaufen. Da ich mich seit Jahren nicht mehr mit dem Thema beschäftigt hatte, viel mir die Auswahl nicht wirklich leicht. Auch der Informationsgehalt der vielen Websites ist nicht immer zielführend gewesen.
    Deshalb bin ich dankbar deine ehrliche Erfahrung mit Tubelessreifen. Ich versuche alle Informationen, die ich für meinen Kauf gesammelt habe, auf meiner Webseite zur Verfügung zustellen, um Wissen zu sammeln und anderen Newbies die zeitaufwendige Internetrecherche zu ersparen.
    Vielleicht besteht ja auch mal Interesse an einem Gastbeitrag auf meiner Seite.

    Antworten
  28. Jörg

    Meine neue GIANT Rennmaschine ist ab Werk tubless ausgestattet, mit Giant Gavia Race 0 Reifen. Nach ca. 500 km hatte der Vorderradreifen eine kleine Undichtigkeit bekommen. Positive Überraschung – die Dichtmilch tat was sie soll. Außer einem kurzen, klebrigen Geräusch beim Fahren und einem kleinen “Kaugummi” am Rahmen war davon nichts zu merken. So soll es sein, dachte ich mir. Der Sommer mit Temperaturen bis 40°C auf dem Asphalt, bot mir reichlich Gelegenheit den Renner intensiv zu nutzen.
    In reichlich zwei Monaten und 1800 km hat sich das Spiel noch dreimal so gezeigt. Dann hielt der hintere Mantel die Luft nicht mehr gut. Wie dass?
    Eine Untersuchung zeigte eine kleine Perforation mit minimalem Dichtmilchaustritt.
    Eigentlich kein Problem, aber die Dichtmilch wurde nicht mehr fest.
    Nach Abwischen des Tropfens und erneutem Aufpumpen – ein neuer Tropfen.
    Der Versuch die Milch zu tauschen und den Mantel aufzupumpen schlug leider fehl.
    Die Flanken des Mantels zogen sich nach abgelassener Luft in der Felgenmitte zusammen und erzeugten einen großen Abstand zum Felgenrand.
    Damit war kein annähernd ausreichender Druckaufbau möglich, um den Mantel auch nur ein Stück auseinander zu treiben. Die Luft entweicht an den Seiten so wie sie durch das Ventiel gedrückt wurde.
    Von meinem Händler habe ich dann erfahren, dass bei solch hohen Temperaturen die Dichtmilch dauerhaft ihre Funktion verlieren kann.
    Das schränkt die diesbezüglich propagierten Vorteile, zumindest bei südlichen Temperaturen, deutlich ein.
    Auch wie sich die Bremswirkung einer trägen Masse in einem schnell rotierendem Reifen gestaltet, bleibt zu untersuchen.
    Ich halte bei rennradtypischen Geschwindigkeiten den reibungsbezogenen Tublessvorteil für nicht plausiebel.
    Jetzt fahre ich wieder meine Lieblingskombination aus Mantel mit Schlauch und bin damit am Rennrad erfahrungsgemäß auf 6000-8000 km pannenlos glücklich.

    Antworten
  29. Mario damm

    Moin. Ich habe gerade mal versucht, die Dichtmilch bei einem Giant Gavia AC 0 zu erneuern.

    Die Erstmontage war reibungslos und einfach.

    Nach der Demontage des Reifens, sauber machen inkl. Reste der Dichtmilch entfernen, montierte
    ich den Reifen wieder. Allderings bekomme ich Luft nur mit einem Kompressor (Autowerkstatt)
    in den Reifen. Wie Jörg oben beschrieben hat, ist die Reifenwulst nach ersten Einsatzzeitraum so
    weich, dass sich der Reifen zusammenzieht, wie durch ein Vakuum. Alles soweit kein Problem.

    Das Problem ist aber, wieder Luft auf den Reifen zu bekommen, wenn die Dichtmilch eingefüllt wurde.

    Dies klappt leider nicht, bzw. nur, in dem die Dichtmilch durch den hohen Luftdruck aus dem Reifen
    entweicht bzw. herausgepustet wird. Nun musste ich leider einen neuen Reifen aufziehen, obwohl der “alte” noch gar nicht verschlissen ist.

    Tja, was nutzt mir der Pannenschutz und eine gute Laufleistung, wenn ich dennoch nach ca. einem halben Jahr den Reifen austauschen muss, da es nicht möglich ist, den “alten” Reifen wieder mit Dichtmilch
    zu befüllen? Hatte ich bisher weder mit Hutchinson noch mit Mavic. Schade.

    Antworten

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