Appenzellerland und Toggenburg reviere Training Schweiz Reise
Appenzellerland und Toggenburg reviere Training Schweiz Reise

Appenzellerland

Appenzellerland und Toggenburg reviere Training Schweiz ReiseAppenzellerland! Ich hatte nie eine Märklin Eisenbahn. Hätte ich eine gehabt, wäre die Landschaft drumherum wohl ein Abbild des Appenzellerlands geworden. Satt grüne, sanfte Hügel. Im Hintergrund die schroffen Felswände des Alpstein mit dem alles überragenden Säntis, welche knapp über 2’500 Meter hoch ist. Ein wirklich schöner Fleck Erde.

Der östliche Rand des Appenzellerlands liegt hoch über dem Rheintal, so dass sich hier für den Rennradfahrer wunderschöne Aussichten ins Tal und den auf der anderen Talseite, in Österreich liegenden Bregenzerwald und die Berge des Vorarlberg bieten.

Toggenburg

Appenzellerland und Toggenburg reviere Training Schweiz ReiseIm Westen grenzt das Appenzellerland an das Toggenburg, welches geprägt ist durch das lange Tal der Thur, die Oberhalb von Unterwasser entspringt. Eingebettet zwischen dem schon erwähnten Alpsteinmassiv und den Churfirsten bietet es eine ideale “Spielwiese” für bergbegeisterte Rennradfahrer. Die südliche Seite der Churfirsten fällt steil zum Walensee ab, so dass auch diese Gegend mit in die Streckenplanung einbezogen werden kann.

Das Rennradrevier

Appenzellerland und Toggenburg reviere Training Schweiz ReiseVom Rheintal gibt es einige lohnende Auffahrten mit dem Rennrad ins Appenzellerland. Für mich ist die schönste Strecke von dieser Seite von Altsätten hinauf zum Ruppenpass. In schönen Kehren geht es mit zunehmender Aussicht über das Rheintal gleichmässig ansteigend hinauf, bis sich die Strecke immer öfter in Seitentäler verliert und zunehmend einen neuen Landschaftscharakter erhält. Oben hat man die Wahl nach Norden, Richtung Trogen, weiter in die Hügel vorzudringen oder nach Rechts abzubiegen und noch ein paar Höhenmeter nach St. Anton weiterzufahren. Hier bietet sich erneut ein phantastisches Panorama.

Appenzellerland und Toggenburg reviere Training Schweiz ReiseDer nördliche Teil des Appenzellerlands ist begrenzt durch die Städte Sankt Gallen und Rorschach. Lässt man die grösseren Orte hinter sich findet der Rennradfahrer umgehend ein Netz an kleinen, guten Strassen, welche im stetigen Auf und Ab unzählige Tourenmöglichkeiten zulassen. Im Zentrum des Appenzellerlands findet man den kleinen, touristisch geprägten Ort Appenzell mit seinen bunt bemalten, gut erhaltenen Häusern.

Die Menschen im Appenzellerland leben primär vom Tourismus und Kleingewerbe. Die Besiedlung ist dünn und Industrie findet sich nur an den Rändern in den grösseren Städten wie Wil oder Sankt Gallen.

Die Schwägalp

Appenzellerland und Toggenburg reviere Training Schweiz ReiseDer wohl bekannteste Übergang vom Appenzellerland in das Toggenburg führt über die Schwägalp. Von Urnäsch aus geht es auf der Hauptstrasse hinauf zum Pass. Der Verkehr ist sehr Saison- und Wochentagsabhängig. An sonnigen Sonntagen kann hier mit Ausflüglern und Motorradfahrern ein wahres Verkehrschaos herrschen. Alle wollen auf die Schwägalp, von wo der Säntisgipfel anspruchsvoll zu Fuss oder bequem mit der Seilbahn erreicht werden kann. Kurz vor dem Schwägalppass geht die kurze Stichstrasse hinauf zur noch über dem Pass liegenden Schwägalp ab.

Wer mit dem Rennrad in solch einen Verkeht gerät kann als hübsche Alternative etwa 1 Kilometer nach dem Restauran Rossfall nach links abbiegen und über die Alte Schwägalpstrasse auffahren. Hier sind es dann höchstens Wanderer, mit denen sich der Rennradfahrer auf der durchgehend asphaltierten Strasse den Weg teilen muss. Dieser erreicht zuletzt leicht von oben kommend direkt die Schwägalp und führt eindrücklich unter der mächtigen Nordwand des Säntis entlang.

Appenzellerland und Toggenburg reviere Training Schweiz ReiseVon der Schwägalp erreicht man in schneller Abfahrt das Toggenburg. Eine ebenso schöne Alternative um mit dem Rennrad aus dem Appenzellerland ins Toggenburg zu fahren ist der Ort Hemberg, welcher hoch auf einem Hügel über fünf Strassen erreichbar ist. Quasi ein Verkehrsknotenpunkt. Lohnenswert ist die Strasse von St. Peterzell. Sie führt zunächst in weiten Serpentinen den Hang hinauf und führt dann mit wunderschönem Blick auf das Alpsteinmassiv hinauf in den Ort. Nicht umsonst heisst die Strasse Panoramastrasse.

Zum Walensee und über die Vorder Höhi zurück

Appenzellerland und Toggenburg reviere Training Schweiz ReiseIm Toggenburg angekommen bieten sich verschiedene Möglichkeiten der Weiterfahrt. Wie schon angesprochen kann man von hier gut den Walensee erreichen. Eine lohnende Runde ist die Auffahrt von Wattwil hinauf zum Rickenpass. Hier bietet es sich an, die Strasse zu nehmen, welche parallel, südlich der Hauptstrasse verläuft. Die Abfahrt nach Uznach ist dann auf der Hauptstrasse wiederum kein Problem. Im Tal fährt man auf der N17 bis Weesen, wo der Aufstieg nach Amden und weiter über eine wunderschöne aber sehr steile Strasse hinauf zur Vorder Höhi führt. Rund 11 Kilometer mit 1100 Höhenmetern sind zu fahren, wobei in Amden ein kurzes Flachstück kommt. Die Steigungsspitzen befinden sich im oberen Teil der Auffahrt und erreichen kurzzeitig 20%. Die Abfahrt zurück ins Toggenburg ist nicht ganz so steil und mündet in Starkenbach wieder auf die Hauptstrasse.

Tourenvorschlag: Urnäsch/Hemberg/Rickenpass/Weesen/Vorder Höhi/Schwägalp/Urnäsch

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Wer per Rennrad direkt ins Rheintal möchte folgt dem Toggenburg bis hinauf nach Wildhaus, einem der beliebten Skigebiete hier im Tal. Von Wildhaus aus windet sich eine schöne und schnelle Abfahrt hinunter nach Gams. Auf einer Nebenstrasse können von hier wieder gut Richtung Norden verschiedene Auffahrten zurück ins Appenzellerland erreicht werden.

Fazit

Wie ich schon Eingangs schrieb. Die Region Appenzellerland und Toggenburg ist eine Spielwiese zum Rennradfahren. Abgesehen von den Übergängen durch den Alpstein oder die Churfirsten ist eine grosse Auswahl an kleinen, meist wenig befahrenen Strassen vorhanden, welche durch sehr abwechslungsreiche Landschaft führen. Auch auf mehreren Touren wird man hier immer wieder Neues, Unbekanntes entdecken.

 

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